3. Liga Ost: SG 09 bleibt einsame Spitze und feiert 14. Sieg in Serie – Abwehr überragt

26:20 - Kirchhof eiskalt

So jubelte Kirchhof in Marienberg: (von links im Uhrzeigersinn) Laura Nolte, Johanna Ludwig, Rafhaela Priolli, Julia Diehl (verdeckt), Rica Wäscher, Sharelle Maarse, Cristina Mihai, Christin Kühlborn und Kim Mai. Foto: SG 09 Kirchhof/nh

Marienberg. Die SG 09 Kirchhof hat auch den HSV Marienberg geknackt: Im Spitzenspiel der 3. Liga Ost gewannen die Handballerinnen des heimischen Traditionsvereins mit 26:20 (11:10) und haben damit nun alle Gegner der Klasse geschlagen und den 14. Sieg in Serie gefeiert - das ist ein Vereinsrekord.

„Es war ein hochklassiges Spiel mit viel Tempo, intensiven, aber fairen Zweikämpfen. Das hatte schon fast Zweitliganiveau“, fand Markus Berchten. Kirchhofs Trainer war besonders stolz auf die Leistung in der Deckung und sah die stärkste Vorstellung seines Teams in der Abwehr in dieser Runde. Im Mittelblock ragte Marieke Blase an der Seite der knallharten Brasilianerin Raphaela Priolli heraus. Zudem zogen in der offensiven 6:0-Variante Kim Mai und Christin Kühlborn den Gastgeberinnen immer wieder den Zahn.

„Es war ein hochklassiges Spiel mit viel Tempo, intensiven, aber fairen Zweikämpfen. Das hatte schon fast Zweitliganiveau“

Markus Berchten

Marienberg, das zuvor alle Heimspiele gewonnen hatte, erwischte den besseren Start und lag nach drei Minuten durch zwei Tore von Evelina Kalasauskaite mit 2:0 vorn. Kirchhof schlug zurück - 3:2 dank drei Treffern von Cristina Mihai (8.). „Wir haben etwas Zeit gebraucht, um uns auf den Gegner einzustellen“, sagte Berchten. Denn der HSV hatte mit einer 3:3-Deckung operiert. Über 6:6 (18.) und 9:9 (25.) verlief die Partie bis zur Pause (11:10) spannend.

Das Berchten-Team führte anschließend jeweils knapp bis zum 17:15 (43.). Danach verlief die Begegnung genau umgekehrt wie im Hinspiel (20:30). Die Sächsinnen, die nur acht Feldspielerinnen und keine zweite Torfrau an Bord hatten, konnten das Tempo Kirchhofs nicht mehr mitgehen und verzettelten sich mehr und mehr in Einzelaktionen. „Diesmal haben sie etwas den Kopf verloren und wir haben unsere Chancen eiskalt ausgenutzt“, lobte Berchten. Denn mit Toren von Laura Nolte (2), Christin Kühlborn (2), Marieke Blase und Kim Mai setzten sich die Gäste binnen sieben Minuten zum 23:16 ab. Blase und Diehl legten dabei klug auf, das Kreisläuferspiel mit Mai funktionierte und die Tempogegenstöße von Nolte und Kühlborn saßen.

„Ich denke, damit hat sich Marienberg aus dem Rennen um den ersten Platz verabschiedet“, sagte Berchten. Ärgster Rivale ist nun Nachbar SV Germania Fritzlar, der aber schon fünf Minuspunkte zurück liegt. Gute Aussichten also für Kirchhof, das nun bis zum 1. Februar (Spiel beim HC Salzland) frei hat, ehe drei Heimspiel in Serie anstehen. • SG 09: Ludwig, Morf - Priolli 1/1, Nolte 2, C. Kühlborn 4, Mihai 9/2, Diehl 1, Wäscher, Maarse, Blase 5, Mai 4. SR: Fuß/Olsok (Leipzig) - Z: 200. Siebenmeter: 6/4:5/3. Zeitstrafen: 4:6. (sbs)

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