Zeller wohl im Kader

SV Germania Fritzlar muss gegen Bayer Leverkusen sofort wach sein

Katja Zeller 

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar machen es sich derzeit in der 3. Liga West unnötig schwer. „Wir müssen die guten Trainingsleistungen eins zu eins umsetzen und von Anfang an fokussiert sein“, betont Trainer Lucky Cojocar vor der Partie bei Bayer Leverkusen II (So. 14 Uhr).

Denn in den letzten drei Spielen verschliefen die Domstädterinnen die Anfangsphase. Gegen den TV Oyten (27:26 nach 8:14) noch mit glücklichem Ausgang. Gegen Borussia Dortmund II (25:28 und bis auf das 1:0 in Rückstand liegend) schon nicht mehr. Und gegen den TVE Netphen mit einem Teilerfolg, weil das Cojocar-Team nach 5:13 ein 21:21 erkämpfte.

Ahrend musste im Training aussetzen

Für den Trainer ein Punktgewinn, der ein kleines Opfer zur Folge hatte. Xenia Ahrend kassierte nämlich nicht nur eine Rote Karte zwei Sekunden vor Schluss, sondern zog sich zuvor auch eine Platzwunde zu. Deswegen musste sie im Training bis Donnerstagabend aussetzen. „Xenia spielt eine ganz wichtige Rolle, weil sie im Rückraum überall und auch am Kreis Leistung bringt“, lobt Cojocar seine Nummer zehn. Eher keine Optio stellt Vanessa Maier dar. Die Torhüterin lag die ganze Woche mit einer Mittelohrentzündung flach. Möglich, dass Katja Zeller, die Torwarttrainerin der zweiten Mannschaft, in den Kader rückt.

Also kommt viel Verantwortung auf Lea Gürbig zu, die mit ihrer Parade in letzter Sekunde gegen Netphen das Remis sicherte. Auf vier Spielerinnen muss sich der Rückhalt nun besonders einstellen. Auf die pfeilschnelle Rechtsaußen Jule Polsz (30 Saisontore), Spielmacherin Sophia Cormann (26) sowie die beiden Halben Lilli Matilda Holste (22, rechts) und Aimee von Pereira (10). Vier Top-Talente, die Lucky Cojocar ähnlich stark einschätzt wie die des BVB II. 

„Deswegen müssen wir unsere Routine in den Ring werfen“, betont der Rumäne. Ansonsten läuft die Germania Gefahr, ins Tabellenmittelfeld abzurutschen.

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