3. Liga: Germania Fritzlar kassiert zum Vorrundenabschluss vierte Saisonniederlage

Ärger über vermeidbare Pleite

Nutzte ihre Räume am Kreis: die Fritzlarerin Hannah Puntschuh, die vier Tore erzielte. Foto: Hahn

Birkenau. Nein, versöhnlich war der Hinrunden-Abschluss des SV Germania Fritzlar nicht. Im letzten Spiel mit Viktoria Marquardt als SVG-Trainerin kassierte der heimische Handball-Drittligist beim TSV Birkenau eine 21:24 (9:14)-Niederlage und fiel damit auf den fünften Platz zurück.

„Wir haben die erste Halbzeit vollkommen verschlafen“, bekannte Fritzlars Halbrechte Melina Horn. Schnell führten die Gastgeberinnen mit 5:1 (6.) und bestimmten bis zum 12:4 (19.) die Partie. Dabei leistete sich die Germania zahlreiche technische Fehler, die den TSV zu einfachen Toren einluden. Besonders den Rückraum um Danijela Rajic, Spielmacherin Ronja Schwab und Nicole Golz bekamen die Gäste nicht in den Griff, wobei sich der krankheitsbedingte Ausfall von Regisseurin und Abwehrchefin Esther Meyfarth bemerkbar machte.

Erst nach der Umstellung auf eine 5:1-Formation Mitte der ersten Halbzeit steigerte sich die Germania. Ballgewinne verwerteten Lena Kerwin, Lena Dietrich und Anna Holeczy per Tempogegenstoß. So konnten die Gäste bis zur Pause auf 9:14 verkürzen, ließen dabei aber noch mehrere Torchancen ungenutzt.

Nach Wiederanpfiff steigerten sich die Domstädterinnen. Gegen die offensive Deckung der Odenwälderinnen wusste vor allem Hannah Puntschuh ihre Chance zu nutzen. So war die Kreisläuferin viermal erfolgreich und häufig nur per Foul zu stoppen, so dass sie einige Zeitstrafen und Siebenmeter herausholte. Über 15:13 (39.) und 18:15 (43.) kämpfte sich Fritzlar heran. Nach einem Doppelschlag von Regisseurin Xenia Ahrend lag die Germania beim 21:20 (55.) sogar in Führung. Und dies, obwohl sie unter anderem vier Siebenmeter vergeben hatte.

Ein kurzes Vergnügen, denn in der Schlussphase drehten die Gastgeberinnen das Spiel zu ihren Gunsten. Und Fritzlar ging zum vierten Mal in der Hinrunde als Verlierer vom Feld. „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Das Spiel durften wir niemals verlieren“, ärgerte sich Horn. Während die Germania an den eigenen Unzulänglichkeiten scheiterte, sorgten bei den Gästen Gölz (2), Jacqueline Mader und Katrin Laßlop für die Entscheidung.

Am 13. Januar startet das SVG-Team bei der HSG Plesse-Hardenberg in die Rückrunde. Wer dann auf der Trainerbank der Domstäderinnen Platz nehmen wird, ist noch unklar. • Fritzlar: Maier, Gürbig - Dietrich 3, Holeczy 1, Huck 2/1, Ahrend 3, Puntschuh 4, Lorenz 1, Horn 2, Kerwin 1, Meyfarth, Duknauskaite 3/2, Dreyer, Kiwa 1. Siebenmeter: 3/4:3/7. Zeitstrafen: 10:6 Minuten. SR: Franz/Wießmeyer. (mgx)

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