3. Liga Ost: Germania Fritzlar will gegen Osterode-Harz den Heimnimbus wahren

Auel als wichtiger Rückhalt

Gefordert: Danja Auel hielt zuletzt stark. Gegen Osterode ist die 32-Jährige auf sich allein gestellt, weil Vanessa Maier und Nilla Oross ausfallen. Foto: Kasiewicz

Fritzlar. Wenn der Tabellenzweite auf den Tabellenzehnten trifft, dürften die Rollen klar verteilt sein. Das sieht auch Viktoria Marquardt, Trainerin des Handball-Drittligisten SV Germania Fritzlar so: „Wir nehmen die Favoritenrolle an“, sagt die 31-Jährige vor der Partie gegen die HSG Osterode-Harz (So., 17 Uhr, Sporthalle König-Heinrich-Schule).

Noch sind die Domstädterinnen in eigener Halle ungeschlagen. Damit der Heimnimbus weiter bestand hat, muss das Team seine Fehlerquote im Angriff reduzieren und vor allem sein Rückzugsverhalten verbessern. „Gegen Leipzig haben wir gesehen, dass jeder Fehler im Angriff konsequent mit einem Konter bestraft wird“, sagt Marquardt und hofft auf Besserung. „Das ist eine Kopfsache.“

Das Hinspiel hatte die Germania trotz großer Verletzungssorgen mit 27:21 klar für sich entschieden. „Da haben wir einen Sahnetag erwischt“, sagt Marquardt und glaubt, dass die Gäste es ihrem Team am Wochenende nicht mehr so leicht machen werden. Vor allem die starke Halbrechte Sabrina Weiß, die in der Region bereits für Eintracht Böddiger und Kirchhof gespielt hat, gehört zu den Leistungsträgern der HSG. Zuviel Sorgen bereitet die Linkshänderin den Gastgeberinnen aber nicht. „Wir kennen sie gut“, sagt Marquardt. Gemeinsam mit Torhüterin Nilla Oross hat die 31-Jährige mit Weiß in Kirchhof zusammengespielt. 89 Tore hat Weiß bisher erzielt. Dabei ist die 23-Jährige nicht nur aus der zweiten Reihe gefährlich, sondern auch im Zusammenspiel mit Kreisläuferin Isabel Marienfeld stark. Daneben zählen vor allem Linksaußen Jana Seegers, die vor der Saison vom Zweitligisten SVG-Celle in den Harz wechselte, und die Ex-Wildungerin Patricia Puskasova auf der Spielmacherposition zu den Stützen des Teams.

Die Gäste variieren zumeist zwischen einer aggressiven 6:0 sowie einer 5:1-Deckung. Viel Bewegung ist daher vom SVG-Rückraum um Esther Meyfarth, Melina Horn und Maria Pirvan gefordert, um so Lücken in die Deckung der Harzerinnen zu reißen.

In der Abwehr wird Marquardt auf die bewährte 6:0-Deckung mit Horn und Meyfarth im Mittelblock setzen. Im Tor ist Danja Auel auf sich allein gestellt, weil Nilla Oross (Schwangerschaft) und Vanessa Maier (Leistenprobleme) weiterhin fehlen. Die 32-Jährige befindet sich derzeit in Top-Form. Schon in Leipzig sicherte sie ihrem Team mit starken Paraden in der Schlussphase den wichtigen Punktgewinn. Mit dem achten Heimsieg in Folge wollen die Domstädterinnen den zweiten Tabellenplatz verteidigen und ärgster Verfolger von Tabellenführer SG 09 Kirchhof bleiben. (mgx)

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