DHB-Pokal: Kirchhofs Gegner so stark wie noch nie und in bester Torlaune

SG BBM Bietigheim: Aufstieg zum Titelfavoriten

Ihr Markenzeichen: Bietigheims Susann Müller (r.), hier im Trikot der deutschen Nationalmannschaft gegen die Französinnen Siraba Dembele (l.) und Laurisa Landre, setzt zu einem ihrer gefürchteten Sprungwürfe an. Foto: dpa

Bietigheim/Kirchhof. Hoher Besuch bei der SG 09 Kirchhof: Am Mittwoch gibt sich der Tabellenführer der Frauenhandball-Bundesliga beim heimischen Drittligisten die Ehre (19.30 Uhr Stadtsporthalle Melsungen).

Dabei geht es in der 3. Runde des DHB-Pokals um den Einzug ins Viertelfinale. Wir stellen den Verein SG BBM Bietigheim und seine Welt(klasse)-Auswahl vor, die natürlich hoher Favorit ist.
DER AUFSTIEG
Nur 13 Jahre nach der Gründung der Spielgemeinschaft aus den Stammvereinen TSV Bietigheim und TV Metterzimmern - 2007 erweitert durch die Spielvereinigung Bissingen, schafften die Frauen der SG BBM den Durchmarsch durch die 2. Liga Süd ins Oberhaus (2010). Ein kurzes Intermezzo. Nach dem Abstieg 2011 folgten zwei Jahre in der 2. Liga (das zweite zusammen mit der SG 09, die beide Spiele gegen Bietigheim verlor) und 2013 die Rückkehr in die Bundesliga, wo es seitdem stetig bergauf ging. In dieser Saison zählt Bietigheim gar zu den Titelfavoriten.

DER TRAINER

Seit Dezember 2014 sitzt Martin Albertsen auf der Trainerbank. Die zweite Station des 42-Jährigen in Deutschland, nachdem der HC Leipzig unter der Leitung des Dänen (2004 bis 2006) die Meisterschaft und den DHB-Pokal gewann. Zwischendurch zog es den Inhaber der internationalen Trainerlizenz „EHF Master Coach“ wieder in sein Heimatland (u.a. zu den dänischen Erstligisten Randers HK und Viborg HK).

DER KADER

So ausgewogen und hochkarätig wie noch nie. Zur Mannschaft, die in der Saison 2015/2016 schon Vierter geworden war, stießen internationale Stars wie Kim Naidzinavicius (Bayer 04 Leverkusen), Fernanda da Silva (CSM Bucuresti), Mia Biltoft (Ringkøbing Håndbold) und Luisa Schulze (HC Leipzig), allesamt Nationalspielerinnen, zur SG BBM. die darüberhinaus ihren spielstarken Stamm halten konnte. DAS SAISONZIEL

Angesichts dieser positiven Wechselbilanz wurden die Ziele moderat hoch geschraubt. „Wir wollen unter die Top Drei“, sagt Trainer Albertsen. Und damit gegenüber der letzten Saison „einen Schritt nach vorne machen.“ Weniger bescheiden ist da Textilfabrikant und Mäzen Eberhard Bezner, der schon mal davon träumt, die Champions-League zu gewinnen. DIE AUFSTELLUNG

Jede Position ist mindestens hochwertig doppelt besetzt. Im Tor ist Tess Wester die Nummer eins, ihre Landsfrau Maura Visser, beide niederländische Nationalspielerinnen, zieht als Regisseurin die Fäden, assistiert von der deutschen Nationalspielerin Naidzinavicius. Das wohl stärkste Rückraumduo der Bundesliga bilden Nina (l.) und Susann Müller (r.). Beide haben zusammen fast 300 Länderspiele für Deutschland auf dem Buckel. Auf den Flügeln unterwegs sind u.a. Mille Hundahl, Angela Malestein (r.) und die Brasilianerin Fernada da Silva (l.). Am Kreis muss Nationalspielerin Luisa Schulze die Konkurrenz von Antje Lauenrotz und Hanna Yttereng fürchten.

DIE FORM

Bestechend. Fünf Spiele, fünf Siege - so lautet die bisher makellose Bilanz in der Bundesliga, wobei der engste Sieg mit neun Toren Unterschied ausfiel. Nachbar Bad Wildungen ging daheim mit 17:49 unter. Im Schnitt erzielte Bietigheim pro Spiel mehr als 36 Treffer. Saisonübergreifend sind die Baden-Würrtembergerinnen sogar seit mehr als neun Monaten (letzte Niederlage beim 18:20 in Metzingen am 20. Januar) ungeschlagen.

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