3. Liga: Ausgleich zählte nicht

Fritzlar verpasst Vorentscheidung und verliert 23:24

Esther

Leipzig. Nach sechs Siegen hat‘s Germania Fritzlar mal wieder erwischt. Mit 23:24 (13:12) unterlag der heimische Handball-Drittligist beim HC Leipzig und hat damit erst mal den direkten Kontakt zur Spitze verloren.

Eine unglückliche Niederlage in einem von beiden Seiten leidenschaftlich geführten Spiel. „Ein Remis wäre auch in Ordnung gegangen“, bekannten die beiden Trainerinen Viktoria Marquardt und Marion Mendel unisono. Letztlich verhinderten das die Schiedsrichter mit einer äußerst umstrittenen Entscheidung. Denn: Mit einem direkt verwandelten Freiwurf traf SVG-Regisseurin Meyfarth mit der Schluss-Sirene zum 24:24, doch dieser Treffer wurde wegen angeblichen „Fußfehlers“ nicht gegeben.

Allerdings hätten sich die Gäste dieses Wimpernschlag-Finale auch ersparen können. „Wir haben es verpasst, vorher den Deckel drauf zu machen“, trauerte die SVG-Trainerin den vergebenen Chancen besonders in der ersten Hälfte nach. Da hatten vier Treffer in Folge durch Esther Meyfarth, Vilte Duknauskaite (2) und Lena Kerwin für eine Fritzlarer 10:7-Führung gesorgt (22.), die Franziska Chmurski noch hätte ausbauen können. Doch die Ex-Berlinerin scheiterte freistehend und im Gegenzug traf die starke Linksaußen Pauline Uhlmann (8/3-Treffer) zum 8:10 – eines von sechs Gegenstoßtoren der Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit.

Von nun an war‘s auch dank der eingewechselten Leipziger Torfrau Anna Kröber, an der die Fritzlarer Angreiferinnen mehrfach scheiterten, ausgeglichen. Bis zum 19:19 (46.) und Duknauskaites Disqualifikation (drei Zeitstrafen). Dann nahm Julia Weise zweimal Maß und der Ex-Meister zog auf 22:19 (49.) davon. Viktoria Marquardt reagierte mit einer kurzen Deckung für die torgefährliche Linkshänderin, die prompt fruchtete. Melina Horn erzielte 91 Sekunden vor Schluss den Anschlusstreffer zum 24:23 und Rückraumkollegin Meyfarth sogar den Ausgleich, der aber keine Anerkennung fand. • Fritzlar: Maier, Gürbig; Dietrich 1, Holeczy, Huck 5/2, Ahrend, Puntschuh, Lorenz 1, Horn 5, Kerwin 1, Meyfarth 6, Duknauskaite 2, Dreyer, Chmurski 2. SR: Großer/Witt. Z.: 400. Zeitstrafen: 2:6-Minuten. Siebenmeter: 6/4:2/2. (ohm)

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