Totale Verzweiflung

GSV Eintracht Baunatal verliert 25:33 gegen Oftersheim/Schwetzingen

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Schwer durchzukommen: Baunatals Marvin Gabriel (links) versucht sich in dieser Szene gegen Julian Zipf von der HG Oftersheim/Schwetzingen durchzusetzen. 

GSV Eintracht Baunatal bleibt in diesem Jahr ohne Sieg und liefert schwache Leistung gegen Oftersheim/Schwenningen ab.

Ein kurzer Gruß ins Publikum, und dann waren sie in der Umkledekabine verschwunden. Die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal kassierten am Samstagabend in der heimischen Rundsporthalle eine deftige 25:33 (10:13)-Niederlage und stehen damit in diesem Jahr noch ohne Sieg da.

„Uns hat die Aggressivität gefehlt, und wir haben zu viele technische Fehler gemacht“, sagte später Rückraumspieler Kevin Trogisch. Torwarttrainerin Gabi Ghosh hatte die Fehler mitgezählt: Die Zahl 39 stand rotumrandet auf einem Zettel, den sie nach dem Spiel Eintracht-Trainer Florian Ochmann überreichte. Der war sichtlich um Fassung bemüht: „22 Fehlversuche und 17 technische Fehler sind einfach zu viel. Wir sind im Moment in einer schwierigen Phase. Uns fehlt die Leichtigkeit, und so kann man einfach kein Spiel gewinnen.“

Und das gegen den Besuch aus Nordbaden schon mal gar nicht. Nur am Anfang stand eine 2:0-Führung, aber dann war es vorbei mit der Baunataler Herrlichkeit. In der achten Minute gingen die Gäste mit 3:2 in Führung und gaben diese nicht mehr her. Das alles sah bis zur Halbzeit gar nicht so bedrohlich aus, denn der Abstand blieb bei zwei Toren – erst kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte die HG auf drei Tore.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit begann dann allerdings auf Baunataler Seite nicht etwa die Aufholjagd, sondern der freie Fall. Niklas Willrich vertrat am Kreis den verletzten Felix Rehberg und blieb mit nur einem Tor wohl nicht nur hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Damit aber nicht genug. Phil Räbiger gab als Abwehrchef sein Bestes im Mittelblock, konnte aber in der Offensive nichts Zählbares beisteuern. Und die Gäste? Die kamen immer wieder über die Außenpositionen und mit Tempogegenstößen zum Erfolg und profitierten dabei vor allem von den Baunataler Abspielfehlern und Ballverlusten.

„Vorn haben wir nicht das gebracht, was wir uns vorgenommen hatten, und in der zweiten Halbzeit haben wir total den Faden verloren“, sagte Eintracht-Torhüter Patrick Ziebert.

Denn die Eintracht bemühte sich vergeblich um Schadensbegrenzung. Gerade mal zwei Baunataler Tore bekamen die 400 enttäuschten Zuschauer in der Rundsporthalle innerhalb der ersten elf Minuten der zweiten Halbzeit zu sehen. Ganz anders bei der HG. Als die sogar mit 23:13 (45.) führte, brachte Ochmann den siebten Feldspieler. Felix Geßner und Marvin Gabriel versuchten jetzt mehr Verantwortung zu übernehmen, aber die totale Verunsicherung war zu weit fortgeschritten, um dem Spiel noch eine Wende zu bringen. Bis auf 22:28 (55.) kamen die Gastgeber noch heran, dann aber war keine Gegenwehr mehr zu spüren.

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