Handball: Kirchhof auf Trainersuche

Berchten und SG trennen sich

Markus Berchten

Kirchhof. Trainer Markus Berchten und die SG 09 Kirchhof gehen trotz des Aufstiegs der Handballerinnen in die 2. Liga getrennte Wege.

Eine Entscheidung, die SG-Leiterin Renate Denk durchaus bedauert: „Das ist sehr, sehr schade, denn Markus Berchten hat sich bei uns große Verdienste erworben und war mit seiner besonnenen Art zur richtigen Zeit der richtige Trainer.“

Trotzdem wäre ein weiteres Engagement des Schweizers finanziell nicht zu stemmen gewesen. Außerdem konnte sich Kirchhof nicht mit der Situation anfreunden, dass der 52-Jährige, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, noch ein weiteres Standbein braucht. Also bei einem zweiten Verein engagiert gewesen wäre. Das hat in dieser Saison funktioniert, als der Stützpunkttrainer noch bei Eintracht Baunatal aktiv war, doch die 2. Liga der Frauen seit dazu zu „arbeitsintensiv“ (Denk).

Markus Berchten kann durchaus nachvollziehen, „wenn ein Verein in einer solchen Situation einen Trainer benötigt, der ausschließlich für eine Mannschaft da ist.“ Er selbst wäre dann aber als Trainerprofi nicht ausgelastet und könnte sich die Konzentration auf ein nicht leisten. Was nichts daran ändert, dass der ehemalige Schweizer Nationalcoach gern das weiter entwickelt hätte, was er in Kirchhof aufgebaut hat. Nämlich aus neun Neuzugängen und vier verbliebenen Spielerinnen eine Mannschaft, die völlig überraschend den Wiederaufstieg schaffte.

Renate Denk

Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht. Dieser wird wohl weitgehend auf die Mannschaft bauen können, die in der 3. Liga geglänzt hat. Fraglich ist noch der Verbleib von Marieke Blase, Cristina Mihai und Julia Diehl. Die Zusammenarbeit mit dem Thüringer HC, der zu den ersten Gratulanten zählte, soll noch ausgebaut werden.

Neben der SG 09 stehen bereits Werder Bremen und die TG Nürtingen als Zweitliga-Aufsteiger fest, die TSG/DjK Mainz-Bretzenheim könnte am Wochenende nachziehen. Aufstiegsberechtigt sind die vier Staffelsieger, die nun noch die Lizenz für die 2. Liga beantragen müssen. Als möglicher Nachrücker käme nur die TSG Ketsch in Frage, alle anderen Zweit- und Drittplatzierten haben verzichtet.

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