3. Liga Ost: Fritzlar hat Frankfurt mit U19-Nationalspielerin Dürrwald zu Gast

Das Bollwerk soll weiter halten

Willenskraft ist gefragt: Fritzlars Johanna Fischer setzt sich hier gegen Bayreuths Lena Mergner durch. Foto: Hahn

Fritzlar. Nach oben angreifen oder nach unten absichern? Das ist für die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar die Frage vor dem Nachholspiel der 3. Liga Ost gegen den Frankfurter HC (Sonntag, 17 Uhr, Halle der König-Heinrich-Schule).

Eine, die sich ihr Trainer so aber gar nicht stellt: „Die Liga produziert von Woche zu Woche Überraschungen. Aber wir wollen nach oben schauen, denn die Mannschaft hat die Qualität dazu“, sagt Frank Mai. Auf den ersten Blick eine unspektakuläre Aussage für einen Tabellenzweiten. Mutig dennoch, weil der Gegner als Achter nur drei Punkte weniger gesammelt hat und auch die Abstiegszone nur fünf Punkte entfernt ist.

Der Grund für diese Zuversicht liegt vor allem in der Deckung, die mit nur 20 Gegentoren im Schnitt die beste aller 47 Drittligisten ist. Zu großen Teilen ist das ein Verdienst von Organisatorin Esther Meyfarth und Mitstreiterin Melina Horn im Innenblock der undurchlässigen 6:0-Verteidigung. Aber auch im Kollektiv unter Einbeziehung der Torhüterinnen Danja Auel und Vanessa Maier, die vom guten Verschieben und den präzisen Absprachen vor ihnen profitieren. Das soll, wie schon im Hinspiel, der Schlüssel gegen den FHC sein, der offensiv von den Qualitäten seiner U19-Nationalspielerin Michelle Dürrwald (82 Tore in zwölf Partien) lebt.

Punkt zwei auf der Positiv-Liste des Trainers ist das schnelle Umschalten bei Ballgewinn. Nicht nur zu riskanten langen Bällen in die Spitze, sondern rein ins druckvolle Spiel der ersten und zweiten Welle. „Wenn Esther aus der Mitte kommt und Melina Horn, Laura Denecke und Janina Dreyer mit Diagonalpässen nach vorn gehen, kommt jede Abwehr in Bedrängnis“, skizziert Mai den Matchplan zur erfolgreichen Fortschreibung der imponierenden Serie von aktuell 22 Heimspielen am Stück ohne Niederlage.

Blick geht nach oben

Falls das mal nicht so klappen sollte wie erwünscht, folgt Punkt drei: schneller, geordneter Rückwärtsgang bei Ballverlusten. „Rückzugsverhalten“ ist das Zauberwort, das bei ungenügender Umsetzung schon vielen Mannschaften das Genick gebrochen hat. Nicht so bei den Domstädterinnen, wie den Defensivstatistiken eindeutig zu entnehmen ist. Und deshalb geht der Blick von Frank Mai folgerichtig nach oben, nicht nach unten. (ko)

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