3. Liga: Starensemble des MTV Altlandsberg in Fritzlar zu Gast - Trainerin Marquardt warnt vor Trumpf

Brisantes Duell zwischen Fritzlar und den Tabellenführer MTV

Vor einem spannungsgeladenen Wiedersehen: Fritzlars Rechtsaußen Bibiana Huck (links) und Sophie Lütke, Spielmacherin des MTV Altlandsberg. Foto: Hahn

fritzlar. Nach zwei bzw. drei Spieltagen eine Partie bereits das Attribut „Spitzenspiel“ zu verleihen, ist sicherlich gewagt. In diesem Fall aber durchaus gerechtfertigt. Und dabei unerheblich, dass der SV Germania Fritzlar als Vierter den Tabellenführer MTV Altlandsberg (So. 17 Uhr, Sporthalle der KHS) zu Gast hat. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass da zwei von vier Titelkandidaten der 3. Handball-Liga Ost aufeinander treffen.

Oder auch der Meister und der Tabellendritte des Vorjahres, wobei sich die Vorzeichen beträchtlich geändert haben. „Altlandsberg hat sich hochkarätig verstärkt, wir nicht“, bringt SVG-Trainerin Marquardt sie auf den Punkt.

In der Tat haben zwei Erstliga- (Bianca Trumpf und Dagmara Stuparicova von Füchsen Berlin) und eine Zweitliga-Spielerin (Martina Rupp aus Halle) das Niveau der Brandenburgerinnen erheblich gesteigert. Linkshänderin Trumpf kennt Viktoria Marquardt noch aus gemeinsamen Wuppertaler Zweitliga-Zeiten. „Bianca ist, wenn sie mal hochgestiegen ist, kaum noch zu halten“, weiß sie um die Wurfkraft der knapp 1,90m großen Rückraumspielerin.

Dazu kommt Spielmacherin Sophie Lütke, die auch beim Tempogegenstoß eine zentrale Rolle spielt. Was den Fritzlarer Coach zu der Einschätzung verleitet, „dass der Gast von allen Position Gefahr ausstrahlt, auch weil alle Spielerinnen torgeil sind.“ Und, im Rahmen einer höchst aggressiven 3:2:1-Deckung, „geil“ darauf, dem Gegner den Ball zu stehlen, um dann blitzschnell umzuschalten.

Allerdings: Der Tempogegenstoß zählt auch zu den großen Stärken der Domstädterinnen, selbst wenn die laut Marquardt bisher ihren Rhytmus aufgrund einiger Verletzungsprobleme noch nicht gefunden haben. Was ihren Kollegen nicht davon abhält, „mit großem Respekt“ nach Nordhessen zu reisen.

„Fritzlar ist eine eingespielte Mannschaft mit richtig guten Spielkonzepten, da müssen wir uns etwas einfallen lassen“, sagt Thomas Klatt, Trainer und Abteilungsleiter in Personalunion. Und als solcher immer noch auf der Suche nach einem Nachfolger für Fabian Lütke, der den Ruf von Füchse-Manager Bob Hanning in die erfolgreiche Jugendabteilung des Bundesligisten gefolgt ist. In Fritzlar sitzt der langjährige Drittliga-Spieler aber auf jeden Fall noch auf der MTV-Bank.

Die bisherigen zwei Kantersiege haben ihn nicht geblendet: „Uns fehlt noch etwas das Timing in den Abläufen und eine optimale Kooperation der Abwehr mit den Torhüterinnen.“ Ob die Germania das mit ihrer gefürchteten Heimstärke nutzen kann?(ohm)

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