3. Liga: Aufsteiger Kriftel macht beim 14:31 Bekanntschaft mit Fritzlars Betonabwehr

Drei Gegentore in einer Hälfte

Nutzte ihre Chance: Lea Gürbig (hier beim Domstadt-Cup gegen Rödertal), die nach 18 Minuten Vanessa Maier ersetzte. Foto: Hahn

Kriftel. Dass der SV Germania Fritzlar eine bisweilen überragende Abwehr hat, dafür ist der heimische Handball-Drittligist bekannt. Aufsteiger TuS Kriftel konnte davon ein besonders trauriges Lied singen. Mit 14:31 (3:19) gingen die Schützlinge von Christian Albat vor heimischen Publikum gegen die Domstädterinnen unter, die in der ersten Hälfte ganze drei Gegentore zuließen.

„Damit kann ich leben“, schmunzelte Trainerin Viktoria Marquardt, die zudem ihren 6:0-Deckungsverbund bestens eingestellt hatte. Der machte mit seinem entschlossenen Eingreifen die Nahwurfzone für die Gastgeberinnen zur „No-go-area“. Und aus dem Rückraum hatte der TuS fast nicht zu bestellen, der 16 Minuten brauchte, um sein erstes Tor durch Jacqueline von Moltke zu erzielen.

Bis dahin war Fritzlar schon durch Hannah Puntschuh (3), Bibiana Huck (2), Vilte Duknauskaite, Lena Dietrich(2), und Xenia Ahrend auf 10:0 davon gezogen. Die erste und zweite Welle der Germania lief auf Hochtouren und überrollte die heillos überforderten Gastgeberinnen. Ihr zweites Tor durch Helena Nitzke fiel nach 26 Minuten (2:15), das dritte durch Isabel Göbel (3:16) nach 27, ehe Maria Kiwa, Melina Horn und Bibiana Huck die Führung zur Pause noch auf 19:3 ausbauten.

Erfreulich, dass auch der eigene Positionsangriff hervorragend funktionierte, wobei zunächst Xenia Ahrend im rechten Rückraum glänzte und darüber hinaus fast jeder Wurf ein Treffer war. Lea Gürbig knüpfte nach 18 Minuten im SVG-Tor da an, wo Vanessa Maier aufgehört hatte.

Angesichts solch‘ formidabler Vorzeichen war das Pausenziel, bis zum Schluss unter zehn Gegentore zu bleiben, wohl keineswegs zu hoch gegriffen. Wurde aber dann doch verfehlt, weil die Marquardt-Schützlinge das sehr hohe Niveau der ersten Halbzeit in der zweiten nicht mehr ganz halten konnten. Die SVG-Trainerin wechselte munter durch, wodurch der Spielfluss etwas litt. Und der Einsatz der neuen Spielmacherin Franziska Chmurski offenbarte einige Abstimmungsprobleme mit ihren Nebenleuten. Auf die allzu deutlichen Kräfteverhältnisse hatte das indes keinen Einfluss.

Nun gilt es wohl, den Kantersieg schnellstmöglich abzuhaken. In der Gewissheit, dass es im nächsten Spiel in Kleenheim enger wird. • Fritzlar: Maier, Gürbig (ab 18.); Dietrich 3, Holeczy 2, Huck 9/3, Ahrend 2, Puntschuh 3, Lorenz 4, Horn 2, Meyfarth, Duknauskaite 2, Dreyer 2, Kiwa 1, Chmurski 1. SR: Baumann/Dauth. Zeitstrafen: keine. Siebenmeter: 0/0:3/3. (ohm)

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