3.Liga Ost: SVG sichert sich mit 29:23-Sieg über Blomberg-Lippe II die Vizemeisterschaft

Emotionale Abschiedsgala

So kennt man sie: Als Gegenstoßspezialistin überzeugte Jessica Kleinmann (am Ball) auch gegen Blomberg-Lippe II . Sechs Tore gelangen der schnellen Außen bei ihrem letzten Auftritt. Foto: Hahn

Fritzlar. Die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben sich die Vizemeisterschaft in der 3.Liga Ost gesichert. Das Team von Trainerin Viktoria Marquardt bezwang zum Saisonende die Bundesliga-Reserve der HSG Blomberg-Lippe mit 29:23 (13:14).

Besonders emotional wurde es dann nach dem Abpfiff bei der Verabschiedung der scheidenden Spielerinnen Jessica Kleinmann, Sabine Kirmse, Maria Pirvan und Jana Kurzbuch. „Keiner hat uns zugetraut, dass wir die Saison auf dem zweiten Platz beenden“, erklärte eine ergriffene SVG-Trainerin Viktoria Marquardt. Für die 32-Jährige war das letzte Saisonspiel ein besonderer Moment. In der nächsten Saison wird Frank Mai das Drittliga-Team der Domstädterinnen betreuen.

„In der Kabine hingen Fotos von allen Spielerinnen und da ist einem bewusst geworden, wie lange wir schon zusammen gespielt haben“, erzählte SVG-Linksaußen Kleinmann, „daher waren wir vor dem Anpfiff schon sehr emotional und nervös.“

Das zeigte auch der weitere Spielverlauf. Blombergs Halbrechte Leoni Oehme, Spielmacherin Larissa Petersen und die Bundesliga-erfahrene Gordana Mitrovic brachten die Ostwestfalen schnell mit 4:1 (10.) in Führung, ehe die Germania nach einer Auszeit durch Marquardt besser ins Spiel fand. Die quirlige Lisa-Marie Berz und Rechtsaußen Jana Kurzbuch sorgten beim 6:5 (16.) erstmals für die eigene Führung, doch die Bundesliga-Reserve konterte umgehend zum 9:6 (20.). Beim 10:10 durch Melina Horn (23.) war die Marquardt-Sieben zwar wieder auf Augenhöhe, dank der starken Mitrovic gingen die Gäste aber mit einer knappen Führung in die Halbzeit.

Nach der Pause steigerten sich die Domstädterinnen. So drehten Berz, Kurzbuch, Laura Denecke und Kleinmann einen 14:15-Rückstand zur eigenen 19:15 Führung. „In der zweiten Halbzeit sind wir an Fritzlars Abwehrbollwerk gescheitert und hatten dem schnellen Umschaltspiel nichts entgegenzusetzen“, bekannte Gäste-Trainerin Barbara Hetmanek. In der Tat fanden die Gäste nur noch selten ein Mittel gegen die kompakte SVG-Deckung, hinter der Vanessa Maier im Tor zur Höchstform auflief.

Beim 24:20 (47.) war die Partie noch offen, ehe die Germania durch Janina Dreyer, Johanna Fischer und Kleinmann beim 27:20 (54.) für die Vorentscheidung sorgte. Und somit für einen gelungen Abschied, den sich die scheidenden Spielerinnen so sehr verdient hatten. • Fritzlar: Maier (1.-52., 15 Paraden/20 Gegentore), Auel (4/3.) - Kleinmann 6, Lorenz, Kirmse 1, Kurzbuch 4, Huck, Fischer 2, Pirvan, Puntschuh, Horn 4, Berz 5, Denecke 5/4, Dreyer 2. Blomberg-Lippe II: Jackstadt (1.-60., 6/29), Picherer - Oehme 5, Nelissen 2, Petersen 5/3. Schriever 3/2, Ziegenbein, Mitrovic 4, Hagemeyer, Puls 2, Janda, Brinkmann, Reiche 2. SR: Bergner/Specht (Hameln). Zeitstrafen: 2:6 Min. - Z.: 300. Siebenmeter: 4/6 - 2/4.

Von Marcel Glaser

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