3.Liga Ost: Fritzlar muss beim 20:17 gegen Blomberg-Lippe II viel Widerstand brechen

Esther Meyfarth macht alles klar

Hier geblieben: Fritzlars Melina Horn (am Ball) wird hier von Blombergs Nele Franz am Torwurf gehindert. Foto: Hahn

Fritzlar. Das Heimdebüt des neuen SVG-Trainers Frank Mai ist geglückt. Bis der 20:17 (9:9)-Heimsieg gegen die Bundesliga-Reserve der HSG Blomberg-Lippe allerdings feststand, mussten die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar einigen Widerstand brechen.

Denn bis zum 14:14 (48.) durch Laura Denecke verlief die Partie ausgeglichen, dann kamen die Domstädterinnen nach einer Auszeit von SVG-Trainer Mai besser ins Spiel. Zwar traf Kathrin Pichlmeier wenig später zur 15:14-Führung der Gäste, doch dann drehten Lena Dietrich und Hannah Puntschuh (2) die Partie zum 17:15 (53.). In der Folge verpassten die Domstädterinnen jedoch die Vorentscheidung, weil ein Siebenmeter von Denecke am Innenpfosten landete und Angela Cioca den Ball im Angriff leichtfertig vertändelte.

Bei Pichlmeiers Anschlusstreffer zum 17:18 (58.) drohte die Partie noch einmal zu kippen, doch Cioca übernahm in der Offensive Verantwortung und konnte von der HSG-Defensive nur regelwidrig gestoppt werden. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Esther Meyfarth. Wenig später machte die Spielmacherin mit ihrem einzigen Feldtor zum 20:17 alles klar. „Es war kein schönes Spiel. Beide Seiten haben viele Fehler gemacht. Aber wir haben eine tolle Moral gezeigt und verdient gewonnen“, befand SVG-Coach Frank Mai.

Tore waren vor allem in der ersten Halbzeit Mangelware, weil sich beide Deckungsreihen gut aufeinander eingestellt hatten und vor allem Fritzlars Danja Auel und Blombergs Vanessa Beier im Tor eine starke Leistung ablieferten. „Wir haben im Angriff zu langsam und ohne Druck gespielt“, ärgerte sich Mai. Zudem bekam die SVG-Defensive um Melina Horn und Denecke im Mittelblock die starke Halbrechte Leonie Oehme nicht in den Griff.

„In der Abwehr haben wir eine super Leistung gezeigt, aber es nicht geschafft, uns mit Gegenstößen zu belohnen“, erklärte Blombergs Trainerin Barbara Hetmanek. Die Gäste, die mit den Bundesliga-Spielerinnen Kathrin Pichlmeier und Katarina Pavlovic angetreten waren, hatten die Partie bis Mitte der zweiten Halbzeit bestimmt. Dann scheiterte die HSG reihenweise an der starken Auel im Tor und bekam Kreisläuferin Hannah Puntschuh nicht in den Griff. „Sie hat einen super Job gemacht“, lobte SVG-Coach Mai. HSG Trainerin Hetmanek trauerte hingegen einer verpassten Chance nach: „Wenn Fritzlar schlagbar war, dann heute.“ • SVG: Auel (1.-60., 21 Paraden/17 Gegentore), Maier - Giese, Dietrich 4, Huck 4/2, Fischer, Ahrend, Puntschuh 4, Horn 4, Kerwin, Meyfarth 2/1, Denecke 1, Dreyer, Cioca 1. Blomberg: Baier (1.-60., 21/20), Holeczy - Oehme 6, Petersen 1/1, Schriever 1, Hoeppe 1, Smits 1, Emidio Rodrigues 1, Franz 1, Pichlmeier 5, Pavlovic, Haudrup. SR: Eckert/Ludwig. Zuschauer 250. Zeitstrafen: 8:10 Minuten. Siebenmeter: 6/3:3/2.

Von Marcel Glaser

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