Dritte Liga: 29:22-Auswärtssieg in Hannover

Fischer bringt Fritzlar auf Kurs - Kreisläuferin nicht zu stoppen

Nicht zu bremsen: Fritzlars Kreisläuferin Johanna Fischer (rechts), hier in einer Szene aus dem Hinspiel gegen Roxana Löw. Foto: Hahn

Hannover. Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar gaben sich keine Blöße. Und sind mit einem 29:22 (17:13) bei der HSG Hannover-Badenstedt in die Rückrunde der 3. Liga Ost gestartet.

Dank des Auswärtssieges und der Niederlage des HSV Marienberg ist die Marquardt-Sieben nun ärgster Verfolger der SG 09 Kirchhof.

„Wir haben Hannover 60 Minuten dominiert“, sagte SVG-Trainerin Viktoria Marquardt. Nur am Anfang hatte das Team leichte Probleme mit der 5:1-Deckung der HSG. Beim 7:5 (14.) durch Kreisläuferin Marie-Kristin Gerber lagen die Gastgeber mit ihrem neuen Trainer Florian Marotzke noch in Führung. „Dann haben wir uns in der Abwehr gesteigert und aus dem Gegenstoß und der zweiten Welle einfache Tore erzielt“, sagte Marquardt. Dank der sicheren Siebenmeterschützin Maria Pirvan und der schnellen Linksaußen Jessica Kleinmann drehten die Domstädterinnen die Partie zum 9:7 (19.). Beim 13:15 (28.) durch U 20-Nationalspielerin Saskia Rast waren die Gäste noch in Reichweite der Marquardt-Sieben, ehe Esther Meyfarth und die starke Johanna Fischer mit ihren Toren für die Pausenführung sorgten.

Die Entscheidung fiel nur zehn Minuten nach Wiederanpfiff, als die Germania von 17:13 (30.) auf 23:14 (40.) davonzog. Vor allem Fischer am Kreis war von der HSG-Defensive nie in den Griff zu bekommen. Die 27-Jährige hatte sich ihre Chance durch starke Trainingsleistungen verdient und das in sie gesetzte Vertrauen zurückgezahlt. „Sie hat ihr bestes Saisonspiel gemacht“, sagte SVG-Übungsleiterin Marquardt. Und das nicht nur wegen ihrer sieben Treffer: „Johanna hat viel am Kreis gearbeitet und so auch Chancen und Räume für unseren Rückraum geschaffen.“

Auf 17:23 (44.) kamen die Niedersachsen dank Rast und der U 18-Nationalspielerin Kathrin Pichlmeier auf Halblinks heran. Zu mehr reichte es aber nicht. Als Meyfarth, Fischer (2) und Melina Horn mit ihren Toren auf 27:17 erhöhten, drohte der Marotzke-Sieben gar ein Debakel. Doch nutzte Marquardt die deutliche Führung nun dazu, allen Spielerinnen Einsatzzeiten zu gewähren. Weil die Domstädterinnen dazu in der Schlussphase neben zwei Siebenmetern andere gute Einwurfmöglichkeiten ungenutzt ließen, gelang den Gastgebern noch etwas Ergebniskosmetik. • SVG: Auel (1.-60.), Kleinmann 6, Kirmse, Kurzbuch 1, Huck 2, Fischer 7, Pirvan 6/4, Puntschuh 1, Horn 1, Berz, Meyfarth, 3, Denecke, Dreyer 2. SR: Laurentzsch/Lehmann (Cottbus). Siebenmeter: 4/4:4/7. Zeitstrafen: 4:4-Minuten. (mgx)

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