3. Liga: Germania lässt Leipzig II beim 24:14 keine Chance – Trainer Mai geht

Fritzlar erstmals Meister

Ausgelassener Jubel: die Spielerinnen der SV Germania Fritzlar nach ihrem Meisterstück. Foto: Hahn

Fritzlar. Was für eine Kulisse! Was für ein Auftritt! Was für eine verdiente Meisterschaft! Im vorletzten Saisonspiel gewann der SV Germania Fritzlar mit 24:14 (13:6) gegen die Bundesliga-Reserve vom HC Leipzig. Damit steht bereits vor dem letzten Saisonspiel in Berlin fest: Die Handballerinnen aus der Domstadt sind zum ersten Mal Primus in der 3. Handball-Liga Ost.

Es war alles angerichtet für eine Meisterfeier, wie sie Fritzlar noch nicht erlebt hat. Die Halle war mit 430 Zuschauern so voll wie noch in dieser Serie. Die erste Heimniederlage nach 26 erfolgreichen Partien vor eigenem Publikum? Ausgeschlossen. Und so gingen die Domstädterinnen das Spiel auch an. Mit wilder Entschlossenheit in der Abwehr kauften sie der jungen Leipziger Mannschaft, die keine Unterstützung vom Erstliga-Kader bekam, den Schneid ab. Ergebnis: In 15 Minuten gelang dem Bundesliga-Nachwuchs gerade mal ein Treffer. Überragend: Der Mittelblock um Chefin Esther Meyfarth und Kapitänin Melina Horn.

Und vorne? Da zeigte sich das, was die Mannschaft von Trainer Frank Mai so meisterlich macht. Eine unglaubliche Ausgeglichenheit. Nach 18 Minuten hatte Fritzlar bereits von jeder Position getroffen (8:2), während Leipzig weiterhin vergeblich gegen die Betonwand Meyfarth/Horn anrannte. Und da war dann ja auch noch Vanessa Maier im Domstädter Tor, die ihre überragende Form der letzten Woche konservierte. Keine Frage, es lief alles nach dem Geschmack von Coach Mai. Durch einige Wechsel ging zwar ein wenig der Spielfluss verloren, an dem Klassenunterschied änderte das aber nichts.

Nach der Pause entwickelte sich ein offeneres Spiel, da auch Leipzig nun ein ums andere Mal aus dem Rückraum erfolgreich abschloss. In dieser leicht kritischen Phase übernahm dann Melina Horn Verantwortung, traf dreimal in Folge. Trotzdem: Leipzig wurde stärker, die Konzentration in Fritzlars Deckung schwand.

Es wurde ein Geduldsspiel mit Nervenflattern auf beiden Seiten. Zwischen der 40. und 50. Minute fielen gerademal vier Tore, hochkarätige Chancen wurden am laufenden Band vergeben. Dann erlöste Bibiana Huck aber ihre Sieben und das Publikum mit ihrem ersten Feldtor zum 19:13 (50.) - die Vorentscheidung, der Meister noch einen prima Schluss-Spurt folgen ließ.

Mai verabschiedet

Es war das letzte Spiel für Meistertrainer Frank Mai. Denn der wurde nach der Partie verabschiedet. • Fritzlar: Maier (1. bis 56. Minute, 16 Paraden, 13 Gegentore), Gürbig (ab 56. 1/1) Meyfarth 1, Denecke, Ahrend 1, Huck 8/7, Dietrich 1, Fischer, Kerwin, Cioca, Dreyer 2, Puntschuh 4, Horn 7. Leipzig: Detjen (1. bis 38. Minute, 8/16), Laneus (ab 38., 8/7) - Wischeropp, Reißberg 1, Ansorge 1, Loehnig, Funke 6/5, Kreibich 2, Theilig 2, Hurst 2, Guderian, Smolik. SR: Große/Kreutz – Z. 430 Zeitstrafen: 8:16 Minuten Siebenmeter: 7/7 – 5/7.

Von Daniel Schneider

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