3. Liga Ost: SV Germania gelingt Revanche gegen Bayreuth – Auel überragt beim 27:18

Fritzlar ist fast an der Spitze

Steht wie eine Eins in der Luft: Fritzlars Esther Meyfarth (am Ball), die hier für Bayreuths Lena Mergner zu schnell ist. Foto: Hahn

Fritzlar. Die Super-Serie hält! Heimspiele haben die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar einfach drauf. Zum 22. Mal in Folge blieben die Domstädterinnen ungeschlagen und fertigten HaSpo Bayreuth mit 27:18 (15:7) ab. Da der MTV Altlandsberg am Vortag gegen die HSG Blomberg-Lippe II mit 26:30 verloren hatte, ist das Mai-Team nur noch einen Punkt vom Platz an der Sonne entfernt.

„43 Minuten bin ich mit unserem Auftritt total zufrieden. Die Abwehr war stark und wir hatten ein sehr gutes Tempospiel“, lobte Frank Mai. Nicht eine Sekunde musste der SVG-Coach um den Erfolg bangen. Johanna Fischer, Lena Dietrich per Tempogegenstoß, wiederum Fischer, Melina Horn, Bibiana Huck mit einem Siebenmeter und Esther Meyfarth nach unwiderstehlichem Solo sorgten für einen 6:1-Vorsprung nach zwölf Minuten.

Da ließ es sich verschmerzen, dass Huck zwei weitere Strafwürfe vergab (den zweiten davon verwertete sie im Nachsetzen immerhin zum 7:3/17.). Fritzlar zog dermaßen die Zügel an, dass es HaSpo-Torhüterin Martina Ebertsberger nach einer Taktik-Anweisung von Coach Steffen Bloss fast nicht mehr rechtzeitig zwischen die Pfosten geschafft hätte, um das 10:4 durch Lena Dietrich zu schlucken (20.).

Keine Worte brauchte es indes für Danja Auel. Neun Paraden in 15 Minuten, 14 bis zur Pause und 19 insgesamt bei ihrem Auftritt in 44 Minuten. Da wusste nicht nur Ehemann Andre, wie sehr es sich auszahlt, dass die Erstliga-erfahrene Torfrau erstmals wieder beschwerdefrei durch eine Vorbereitung gekommen ist.

Bis zum 23:9 (!) in der 43. Minute durften sich beim SVG alle auf die Schulter klopfen. Von allen Positionen trafen zehn Spielerinnen ins Schwarze und stellten die überforderten Gäste vor ein großes Rätsel. Auch die Jugendabteilung Fritzlars freute sich, weil Sponsor Sparkasse für jeden Treffer zehn Euro spendierte. „Den Rest nehme ich auf meine Kappe, weil ich ein bisschen viel gewechselt habe“, sagte Mai. Experimentieren kann er jetzt erstmal im Training, weil der Tabellenzweite mal wieder zwei Wochen spielfrei ist. • SVG: Maier (4 P./8GT), Auel (19/10) - Dietrich 4, Huck 9/5, Fischer 2, Ahrend, Puntschuh 1, Horn 1, Kerwin 1, Meyfarth 5, Denecke 2, Dreyer 1, Cioca 1. HaSpo: Altenburger (n.e.), Ebersberger (11/27) - Mergner 1, Lehnert, Lindner, Hall 5, Fischer 1, Lichtscheidel, Körber 7/3, Koppold 2, Friedrich, Stöcker 1, Küffner 1. SR: Dux/Follmert. Z: 200. Siebenmeter: 7/5:4/3. Zeitstrafen: 4:4 Minuten.

Von Sebastian Schmidt

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