Testspiel: Bundesligist dreht nach der Pause auf und Drittligist geht mit 14:35 ein

Fritzlar hält eine Hälfte mit

Belebte nach ihrer Einwechslung das Fritzlarer Offensivspiel: Debütantin Vilte Duknauskaite (links), hier angegriffen von Celine Michielsen (HSG) und Tessa van Zijl (rechts). Foto: Hahn

Fritzlar. Das war deutlich: Trotz des Debüts von Neuzugang Vilte Duknauskaite mussten sich die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar im Test dem Erstligisten HSG Blomberg-Lippe mit 14:35 (11:14) geschlagen geben.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit das Torewerfen eingestellt“, ärgerte sich SVG-Trainerin Marquardt über die Angriffsmisere ihrer Mannschaft, der nach Wiederanpfiff lediglich drei Treffer gelangen. Trainerkollege Andre Fuhr war mit dem ersten Testspielauftritt seiner Schützlinge hingegen vollkommen zufrieden: „Die zweite Halbzeit hat richtig Spaß gemacht. Besonders unser Tempospiel hat sehr gut funktioniert.“

Im Gegensatz zu den Domstädterinnen, die auf Franziska Chmurski (Beruf), Hannah Puntschuh (Urlaub), Bibiana Huck (Handverletzung) und Janina Dreyer (Leistenzerrung) verzichten mussten, stand ihm der komplette Kader zur Verfügung. Dies machte sich besonders nach der Pause bemerkbar, als der Germania die Kräfte schwanden. Nachdem Esther Meyfarth per Schlagwurf auf 13:15 (34.) verkürzt hatte, zog der Bundesligist – angetrieben von Nationalspielerin Alicia Stolle und Rechtsaußen Kira Schnack – auf 22:13 (42.) davon. Viele technische Fehler im SVG-Angriff ließen die Niederlage schließlich recht deutlich ausfallen.

„Wir haben uns nicht für unsere gute erste Halbzeit belohnt“, ärgerte sich SVG-Kapitänin Melina Horn. Da hatten die Gastgeberinnen Paroli geboten. Nach Meyfarths Treffer zum 2:1 (5.) zogen die Gäste über 4:3 (10.) und 6:3 (12.) zwar zunächst auf 8:3 (15.) davon. Dann aber drehte die Germania auf, weil sich Vanessa Maier im Tor steigerte und die Hereinnahme von Duknauskaite das Offensivspiel der Gastgeberinnen belebte. So sorgten Lena Dietrich (2), Horn, Meyfarth und Duknauskaite für den 9:9-Ausgleich.

„Wir haben den Ball schnell gemacht, sind dynamisch in die Lücken gestoßen und waren von jeder Position torgefährlich“, lobte Viktoria Marquardt. Danach hatte sie Anlass zur Kritik. • SVG: Maier (1.-22.,30.-53., 8 Paraden/24 Gegentore), Gürbig (22.-30.,53.-60., 2/11) - Dietrich 2, Werner, Ahrend 2/1, Lorenz, Horn 2, Kerwin, Meyfarth 6/2, Duknauskaite 2. Blomberg-Lippe: Monz (1.-30., 5/11), Veith (30.-60.,4/3) - Klaunig 1, Müller 3, Franz 2/1, Lacarevic 1, van Zijl 1, Kordovska 4/2, Michielsen 3, Emidio Rodrigues, S. Petersen 1, Schnack 5, Rüffieux 1, van Buren 1, Pichlmeier 3/3, Steenbakkers 5/1, L. Petersen 2, Stolle 3. Zeitstrafen: 4:4 Min. Siebenmeter: 3/3:6/6. Zuschauer: 100.

Von Marcel Glaser

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