3. Liga Ost: Germania ist vor Halle gewarnt

Fritzlar hofft auf Einsatz von Denecke

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Halle/Fritzlar. Es gibt sicher dankbarere Aufgaben als die, vor der die Handball-Frauen des SV Germania Fritzlar in der 3. Liga Ost stehen. Bei der HSG Union Halle (Sonntag, 16 Uhr, Sporthalle Masch I) hängen die Trauben höher, als das der Tabellenstand der Westfälinnen Glauben macht.

„Ihr schlechter Platz irritiert mich etwas. Außerdem dürfte ihr Selbstvertrauen nach dem Auswärtserfolg in Badenstedt kräftig gestiegen sein“, sagt Trainer Detlef Kleinmann mit Respekt vor dem Gegner.

Und der ist nicht unbegründet. Mit den beiden Rückraum-Assen Sina-Christin Speckmann (links) und Linkshänderin Katrin Thiede (rechts) sowie Kreisläuferin und Kapitänin Edda Sommer hat die HSG starke und erfahrene Kräfte auf dem Feld. Speckmann war in der Saison 2012/13 Torschützenkönigin der Staffel Nord. Noch mehr beeindruckt hat Fritzlars Übungsleiter Neuzugang Kristina Meyer: „Die kommt von hinten mit viel Power und hat einen ordentlichen Schuss. Da müssen wir sehr früh ran“.

Eigentlich waren die Hallenserinnen auch für das Fritzlarer Vorbereitungsturnier eingeladen, mussten aber aus personellen Gründen absagen. „Das Turnier wäre eine gute Standortbestimmung gewesen. Eine Einschätzung, wo wir leistungsmäßig stehen, fällt schwer“, erklärt Trainer Uwe Landwehr. Auf diese Beurteilung musste er noch länger verzichten, denn auch das erste Saisonspiel in Bad Salzuflen wurde aufgrund der zu dünnen Spielerinnendecke abgesagt und kampflos für die Badestädterinnen gewertet.

Ein Grund mehr, dem Tabellenplatz von Union nicht zu trauen. Dennoch aber mit Optimismus an die Sache heran zu gehen. „Ich bin zuversichtlich. Wir müssen vorausschauend wechseln und die Kraft gut einteilen“, sagt Kleinmann. Weil immer noch Trainingsrückstände aufzuarbeiten sind und mit Janina Dreyer und Jessica Kleinmann mindestens zwei Ausfälle zu kompensieren sind. Auf einen Kurzeinsatz von Laura Denecke darf man immerhin hoffen.

Trotz der geballten Kraft aus dem gegnerischen Rückraum ist eine Abkehr vom 6:0-Deckungssystem bei den Domstädterinnen keine Option. Zumal Esther Meyfarth und Melina Horn ihre Sache im Innenblock gut gelöst haben. Speckmann oder auch Meyer könnten wieder ein Fall für die formstarke Sabine Kirmse werden. (ko) Foto: Hahn

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