3. Liga: Domstädter gewinnen gegen Bad Salzuflen dank der ersten Halbzeit 30:17

Germania Fritzlar reicht eine Hälfte

Am Kragen gepackt: Fritzlars Lisa-Marie Berz (Mitte) zeigte auch als Spielmacherin eine starke Leistung und kann hier von Bad Salzufelnns Jenny Anton (links) und Nina Jacobkersting nur durch ein Foul gestoppt werden. Foto: Hahn

Fritzlar. Das war einfacher als gedacht! Handball-Drittligist SV Germania Fritzlar gewann gegen Handball Bad Salzuflen 30:17. Dabei war das Spiel schon nach 30 Minuten entschieden. Da führten die Hausherren bereits 16:6.

Vermutlich war die Verunsicherung nach dem überraschenden Trainerwechsel (wir berichteten) bei den Gästen noch zu groß. Im Angriff wurde ideen- und konzeptlos gespielt, es gab haufenweise technische Fehler und der Rückraum verdiente diese Bezeichnung nicht. Stellvertretend dafür sei Kathrin Hill erwähnt. Die Toptorjägerin ihrer Mannschaft kam gerade mal auf einen Treffer und wurde bereits frühzeitig vom Feld genommen. Auch Germania-Trainerin Viktoria Marquardt zeigte sich nach dem Spiel überrascht: „Ich habe mit einer deutlich stärkeren Mannschaft gerechnet.“

Probleme hatte Fritzlar nur in den Anfangsminuten. Das Spiel war sehr zerfahren, bis die Domstädter den Schlüssel gefunden hatten. 1:3 lagen sie da zurück. In der Folge aber starteten die Hausherren einen 9:0-Lauf und brachen damit frühzeitig die Moral der Gäste. Vor allem das Tempospiel über die schnellen Außen Jessica Kleinmann und Bibiana Huck funktionierte perfekt. So war es auch gar nicht schlimm, dass Huck bei ihren ersten Gegenstoß das bereits verwaiste Tor verfehlte. Jeder Fehler im Salzuflener Angriffsspiel - und davon gab es reichlich - bestraften die Fritzlarer direkt mit einem Konter.

Besonders tat sich dabei auch Torfrau Vanessa Maier hervor. Sie schaffte es nicht nur über 50 Prozent der Bälle zu halten, sondern glänzte auch mit klugen Pässe in den Lauf. „Sie hat sich heute ein Sonderlob verdient. Wir hatten keine Ersatztorfrau, sie stand also unter Druck. Dann macht sie aber immer ihre besten Spiele“, sagte Marquardt. Bis zur Pause zog Fritzlar auf 16:6 davon. Jeder in der Halle ging nun von einem Rekordsieg aus.

Doch wie so oft in solchen Situationen lässt bei so einem Spielstand auch die Konzentration nach. In der zweiten Hälfte entwickelte sich so ein offener Schlagabtausch. Positiv war, dass die zweite Reihe aus Fritzlar ihre Einsatzchancen nutzten. Allerdings kam Salzuflen noch einmal auf 23:17 (54.) heran. Erst als Fritzlar in den letzten Minuten wieder energischer in der Abwehr agierte, ergaben sich auch wieder die Chancen zu leichten Toren über das Tempospiel. . • Fritzlar: Maier (18 Paraden/17 Gegentore) - Kleinmann 6, Kirmse, Kurzbuch 1, Huck 5, Fischer 1, Puntschuh 3, Horn 4, Berz 3, Meyfarth 3/1, Denecke 2, Dreyer 2 Bad Salzuflen: Sauer (1.-20. Minute/3/12), Schwarz (20.-60./6/18) - Reuschel 1, Hill 1, Homovics 2, Jacobkersting 4, Schoenhagen, Beke 4/2, Pallas, Henke, Anton 2, Giuruki 3. SR: Jakob/Kuss -Z.: 200 Siebenmeter: 1/1:2/2. Zeitstrafen: 2:4 Minuten.

Von Daniel Schneider

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