3. Liga: Germania Fritzlar bei Plesse-Hardenberg Favorit – Appell von Melina Horn

Gefährliches Schlusslicht?

In der Verantwortung: die Fritzlarerin Melina Horn (rechts), hier im Gespräch mit Neuzugang Franziska Chmurski, die auch mit Hilfe der erfahrenen Rückraumspielerin noch besser integriert werden soll. Foto: Hahn

Fritzlar. Auf zum Schlusslicht! Was für die Handballerinnen der SV Germania Fritzlar zum Rückrundenauftakt der 3. Liga Ost wie ein Spaziergang anmutet, könnte unter den aktuellen Bedingungen durchaus ein schwerer Gang werden. „Wir müssen aufpassen, ein Selbstläufer wird das sicher nicht“, sagt SVG-Rückraumspielerin Melina Horn vor dem Auswärtsspiel bei der HSG Plesse-Hardenberg (Sa. 19.15 Uhr).

Eine Warnung, die auf der Erfahrung beruht, „dass solche vermeintliche Außenseiter gegen uns immer besonders motiviert sind.“ Wie zuletzt der TSV Birkenau, der den Domstädterinnen beim 21:24 ziemlich überraschend die vierte Saisonniederlage beibrachte. „Das darf uns nicht wieder passieren“, appelliert die 29-Jährige. Natürlich könnten die Voraussetzungen angesichts der ungeklärten Trainerfrage (wir berichteten) besser sein. Doch immerhin kann die Mannschaft in Bestbesetzung auflaufen und bewies beim Turniersieg in Hattersheim, dass sie gefestigt ist. Die Abwehr mutierte auch in unterschiedlicher Konstellation zum gewohnten Bollwerk und im Angriff wurden mit Druck und Tempo genügend Chancen kreiert, allerdings nicht ausreichend genutzt.

Eine Schwäche, die sich die Germania beim Aufsteiger nicht leisten sollte. Denn der ist im Aufwind. „Die Mannschaft hat deutlich an Sicherheit und Selbstvertrauen gewonnen“, sagt Co-Trainer Mai nach dem 22:14-Erfolg gegen den TuS Kriftel, dem ersten Saisonsieg im elften Anlauf, der größtenteils auf das Konto einer aggressiven Abwehr und einer starken Torfrau Carolin Menn ging.

Bei einem Vorbereitungsturnier – dem Wintercup der HSG Schaumburg, wo die HSG den zweiten Platz belegte – platzte dann auch der Knoten im Angriff, lief besonders die erste und zweite Welle wie am Schnürchen. Allerdings fehlt gegen den Tabellenfünften die Ex-Fritzlarerin Jana Kurzbuch, so dass Celina Kunze auf Linksaußen und (für sie) Devi Chiara Hille auf Rechtsaußen aushilft. Dadurch muss der Rückraum ohne Linkshänderin und, bereits seit Saisonbeginn, ohne Leistungsträgerin Annika Hollender (Kreuzbandriss) auskommen.

Taktisch werden die Gastgeber sicherlich bestens vorbereitet sein, denn Frank Mai kennt die Nordhessen natürlich bestens, feierte mit ihnen 2016 gar die Meisterschaft in der 3. Liga. Musste aber trotzdem gehen. Und will nun wieder Meister werden. Als Cheftrainer der Damen von Eintracht Hildesheim, die mit 24:0-Punkten die Oberliga-Tabelle anführen. Egal wie das Duell am Samstag ausgeht, werden sich daher wohl die Wege mit seinem Ex-Klub auch in Zukunft kreuzen.

Von Ralf Ohm

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