SG 09 Kirchhof: Hoffnungsvolle Zugänge - Dionne Visser belebt das Kreisspiel

Gelingt der Neuanfang?

Kirchhofs Trainer Christian Denk (Mitte) und seine Neuzugänge: (v.l.) Hannah Grothnes, Andra Lucas, Diana Sabljak, Frederikke Siggaard, Danique Boonkamp, Simone Larsen Poulsen und Dionne Visser. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Ein Abstieg, so schmerzlich er sein mag, eröffnet auch Chancen. Auf einen Neubeginn nämlich, darauf, sich ganz schnell und gestärkt wieder zurück zu melden. Genau das ist das Ziel der grunderneuerten SG 09 Kirchhof.

„Wir wollen uns so bald wie möglich finden und dann auch oben mitspielen“, erklärt Christian Denk, der den Zweitliga-Absteiger erstmals als Cheftrainer in die neue Saison führt. Und nichts davon hält, seine jungen Handballerinnen unter Druck zu setzen: „Bis zum Wiederaufstieg ist es noch ein weiter Weg.“

Immerhin: Seine Wechselbilanz fällt trotz hochkarätiger Abgänge - zumindest perspektivisch - positiv aus: „Auf lange Sicht haben wir uns verbessert.“ Will sagen, dass die sechs Neuzugänge allesamt das Zeug zum Durchstarten haben, um etwa Marieke Blase oder Izabella Nagy vergessen zu lassen. Dazu prädestiniert: die jungen Rückraumspielerinnen Danique Boonkamp und Diana Sabljak, die von der erfahrenen Rückkehrerin Simone Larsen Poulsen geführt werden sollen.

Auch im Tor scheint die SG trotz fehlender Erfahrung dank des dänischen Neuzugangs Frederrike Siggaard nicht schlechter besetzt. Und am Kreis, wo Kim Mai bisher die Alleinunterhalterin war, sogar besser. Dionne Visser deutete in der Vorbereitung an, dass mit der holländischen U 20-Nationalspielerin das Kirchhofer Angriffsspiel aus der Nahwurfzone deutlich an Torgefährlichkeit gewinnen kann.

Kühlborn mehr gefordert

„Sie müssen wir ins Spiel bringen, um damit schwerer auszurechnen zu sein“, fordert der SG-Coach. Der frisch gebackene B-Lizenz-Inhaber sieht seine personellen Vorstellungen bis auf eine Linkshänderin im Rückraum durchaus erfüllt - und muss nun neben dem Angriff auch die Abwehr neu justieren.

Nach bewährten Muster: Mit einer 6:0-Formation, die sich durch offensive „Halbe“ auszeichnet. Als Mittelblock konnten in der Vorbereitung Boonkamp/Sabljak überzeugen, als Alternative Sharelle Maarse zusammen mit Christin Kühlborn, mit 23 Jahren schon eine der erfahreneren Spielerinnen und ein (positives) Beispiel für den von den Talenten erhofften Entwicklungsprozess. Also soll die Kapitänin als Alternative im Abwehrzentrum und im Rückraum noch mehr Verantwortung übernehmen.

„Diese Herausforderung nehme ich gerne an“, sagt die gelernte Linksaußen. Die will natürlich zurück in die 2. Liga, weiß aber auch, dass dieses junge Team dazu erst noch zu einer spielstarken Einheit zusammen wachsen muss. Ein Neustart mit durchaus vielversprechenden Aussichten, wenn sich zum (bereits vorhandenen) Ehrgeiz der Spielerinnen die nötige Geduld des Umfelds mit den neuen Hoffnungsträgern gesellt.

Von Ralf Ohm

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