3. Liga: Germania erwartet Haller Beton - Marquardt nimmt Rückraum in die Pflicht

Gelingt SV Germania Fritzlar die Revanche?

Steht gegen Halle vor einer besonderen Herausforderung: Fritzlars Rückraumspielerin Melina Horn (l.), die sich hier gegen Jenny Anton (Bad Salzuflen) durchsetzt. Foto: hHhn

Fritzlar. Nein, es gibt keine Krise beim SV Germania Fritzlar. „Es ist nichts passiert“, beteuert Trainerin Viktoria Marquardt aller aufkommenden Unruhe im Umfeld der Domtädterinnen zum Trotz.

Auch wenn die Ausbeute beim heimischen Handball-Drittligisten zuletzt (3:5-Punkte aus den letzten vier Spielen) eher dürftig war und dem Vierten der letzten Saison den zweiten Platz gekostet hat. Genau den will sich die Mannschaft gegen die HSG Union Halle (So. 17 Uhr König-Heinrich-Schule) „unbedingt zurückholen“.

Auf dem Papier, wenn der Dritte auf den Zehnten trifft, eine klare Angelegenheit, die sich aber durchaus als knifflige Aufgabe entpuppen könnte. Denn Gäste-Coach Steffen Thiede kündigt an, in seiner Abwehr Beton anrühren zu lassen. 490 Gegentore - nur Kirchhof und Fritzlar haben weniger - unterstreichen, dass das keine leere Ansage ist. Gestützt auf einen excellenten Mittelblock mit Edda Sommer und Nachwuchstalent Anna-Lena Bergmann, die Torjägerin Sina-Christin Speckmann auf die Halbposition „verdrängt“ hat.

„Da ist unser Rückraum gefragt“, weiß die SVG-Trainerin, dem sie viel Bewegung verordnet hat und so die Ostwestfalen aus ihrem 6:0-Verbund heraus zu locken und so Raum für die Kreisläuferinnen Sabine Kirmse und Johanne Fischer zu schaffen. Ohne die verletzten Laura Denecke und Maria Pirvan stehen Fritzlar allerdings mit Melina Horn, Janina Dreyer und der leicht angeschlagenen Esther Meyfarth nur drei etatmäßige Aufbauspielerinnen zur Verfügung. Umso besser, dass sich Linksaußen Lisa-Marie Berz auf der Mittelposition längst etabliert hat und Johanna Fischer problemlos im rechten Rückraum aushelfen kann.

In puncto Einstellung kann der SVG gegen Halle ebenfalls unter Beweis stellen, dass für sie die Saison noch keineswegs gelaufen ist. Denn: Die Gastgeberinnen werden auf einen hochmotivierten Gegner treffen. „Wir werden um jeden Ball kämpfen“, kündigt Steffen Thiede an. Mit dem Ziel eines „Bonuspunktes“, um den immer noch etwas wackligen Klassenerhalt vorzeitig klar zu machen.

Ohne die verletzten Kathrin Thiede, Edita Medjedovic und Kristina Meyer, die sich im Hinspiel einen Kreuzbandriss zuzog. Die HSG gewann trotzdem mit 25:21. Was den Thiede-Schützlingen Mut machen und das Team von Viktoria Marquardt noch wurmen und somit zusätzlich anstacheln sollte.(ohm)

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