3. Handball-Liga: Berz überzeugt im Angriff

Germania Fritzlar bezwingt Bayreuth mit 31:24

Sorgte für wichtige Tore: Fritzlars Maria Pirvan (mit Ball, hier gegen Bayreuths Sonja Körber) traf zum 28:24. Foto: Hahn

Fritzlar. Eine richtige Erklärung für die zwischenzeitliche Schwächephase hatten sie nicht. Laura Denecke mutmaßte etwa, dass „uns nach der Halbzeit einfach die Konzentration fehlte.“ Dennoch waren die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar natürlich froh, einen 31:24-Heimsieg über HaSpo Bayreuth gefeiert zu haben.

Interimstrainerin Viktoria Marquardt sprach später vom „sozialen Aspekt“ ihrer Mannschaft. Womit sie die Phase zwischen der 35. und der 51. Minute meinte, als ihr Team dem Gegner einige Freiräume gewährte.

Ansonsten hatten die Domstädterinnen die Partie weitgehend beherrscht. Schon früh zog die Germania dank einer sicheren Deckung und durch Tore der schnellen Außen Bibiana Huck und Jessica Kleinmann auf 7:2 (11.) davon. Auch als Marquardt munter durchwechselte, sorgte das nicht für einen Bruch im SVG-Spiel. Vor allem Lisa-Marie Berz überzeugte im Angriff und suchte mutig Eins-gegen-Eins-Situationen gegen die kompakte HaSpo-Deckung, wobei die 19-Jährige oft nur durch Fouls zu stoppen war.

Zudem zeigte Torjägerin Denecke bei ihrer Rückkehr eine überzeugende Leistung. „Ich bin noch nicht wieder so fit wie vor drei Wochen, aber es ist gut, dass es nun weitergeht“, erklärte die 24-Jährige. Per Schlagwurf bescherte sie der Germania beim 18:9 (28.) eine klare Führung, doch ließen die Gastgeber bis zur Pause die Zügel etwas schleifen, so dass Bayreuth mit drei Treffern in Folge verkürzen konnte.

Beim 21:13 (35.) durch Esther Meyfarth schien die Germania einem klaren Heimsieg entgegenzusteuern, ehe sich das Team eine unerklärliche Auszeit nahm. „Im Angriff haben wir plötzlich nicht mehr mit Dampf aus dem Rückraum geworfen“, erklärte Linkshänderin Melina Horn, „und in der Deckung waren wir nicht aggressiv genug.“

Mit der Folge, dass Bayreuth - angetrieben von Rechtsaußen Loraine Hellriegel, Spielmacherin Sonja Körber und der Halblinken Kim Koppold – Tor um Tor aufholte und beim 23:23 (51.) ausgeglich. „Wir haben 15 Minuten keinen Handball gespielt“, ärgerte sich SVG-Übungsleiterin Marquardt, „aber am Ende die Ruhe bewahrt.“ Denn durch Maria Pirvan und Meyfarth zog Fritzlar wieder auf 25:23 (53.) davon.

„Da haben wir uns zu viele Fehler erlaubt und die wurden gnadenlos bestraft“, erklärte Haspo-Trainer Thomas Hankel. Als Hellriegel einen Ball über das Tor setzte, sorgte Pirvan im Gegenzug durch eine starke Einzelaktion mit ihrem Tor zum 28:24 (56.) für die Vorentscheidung. Und für Erleichterung in ihrem Team, das nach turbulenten Tagen dem Derby gegen die SG 09 Kirchhof nun mit Selbstvertrauen entgegenblickt. • SVG: Maier (8 Paraden), Auel (24. - 45., 8 P.) - Kleinmann 4, Kirmse 1, Kurzbuch, Denecke 8/5, Meyfarth 5/1, Huck 6/1, Fischer, Pirvan 4, Puntschuh, Horn 2, Berz 1, Dreyer. HaSpo: Altenburger (2 P.),Ebersberger (19. - 54., 8 P.) - Mergner 3, Hellriegel 5, Lehnert, Antos 3/1, Sumperl, Fischer, Pappert, Körber 6/2, Schneider 1, Koppold 6, Küffner. SR: Große/Kreutz (Nordhausen) - Z. 190 Siebenmeter: 9/7:4/3. - Zeitstrafen: 4:6 Minuten.

Von Marcel Glaser

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