3. Liga

Glanzvolles Fritzlarer Saisonfinale beim 37:20 gegen Birkenau

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Besonders in er ersten Hälfte nicht zu bremsen: SVG-Kreisläufern Hannah Puntschuh (l.), die sich hier gegen Jaqueline Mader (TSV) durchsetzt und einen ihrer fünf Treffer erzielt.

Fritzlar. Mit einem überzeugenden 37:20-Erfolg gegen den TSV Birkenau verabschiedete sich der SV Germania Fritzlar aus der Saison der 3. Handball-Liga Ost und belegte damit den dritten Platz.

Das mit der Revanche ist so eine Sache. Ein Vorhaben, das auch nach hinten los gehen kann. Wenn etwa eine Mannschaft überdreht, schlicht übermotiviert ist, sich vor allem von Emotionen leiten lässt. Nicht so der SV Germania Fritzlar. „Wir haben aus den Fehlern des Hinspiels gelernt“, erklärte Maria Kiwa. Die Rückraumspielerin, die eine Sekunde vor Schluss mit ihrem fünften Tor den Endstand beim 37:20 (20:11)-Erfolg des heimischen Handball-Drittligisten herstellte. Gegen einen TSV Birkenau, im ersten Duell noch 24:21-Überraschungssieger, der diesmal nicht den Hauch einer Chance hatte.

Trotzdem benötigte der Tabellendritte Anlaufzeit. Genau sechs Minuten, in denen jeder Wurf des Gegners ein Treffer war, weil die SVG-Abwehr ohne jeden Zugriff agierte. Und damit ganz allein für den 5:7-Rückstand verantwortlich war. Trainer Constantin Cojocar „drohte“ mit der grünen Karte, doch seine Schützlinge fanden auch ohne Auszeit in die Spur. Weil die 6:0-Deckung auf einmal wesentlich aggressiver zu Werke ging und den nötigen Druck auf den gegnerischen Angriff, allen voran auf die mit ihren Schlagwürfen bis dahin höchst effektive Danijela Rajic, ausübte. Weil sich der Mittelblock mit Vilte Duknauskaite und Esther Meyfarth nicht mehr herauslocken ließ, sondern fortan eine für TSV-Rückraum fast unüberwindbare Mauer errichtete. Und weil sich Torfrau Gürbig enorm steigerte.

Tolle zweite Welle 

Die Folge: Ein Fritzlarer 7:0-Lauf zum 12:7 (14.), bei dem die 3:2:1-Abwehr der Gäste nach allen Regeln der Kunst ausgespielt wurde. „Wir haben den Ball gut laufen lassen“, lobte der SVG-Coach seine Offensive, in der Kreisläuferin Hannah Puntschuh als Vollstreckerin glänzte.

Außerdem nahm angesichts zunehmender Ballgewinne der Tempogegenstoßexpress der Domstädterinnen Fahrt auf. Besonders die zweite Welle geriet zur Augenweide, provozierte immer wieder den Sonderapplaus der 250 Zuschauer. Als Aylin Hofmann nach 29 Minuten das erste Tempogegenstoßtor für die Gäste zum 19:11 erzielte, hatten die Fritzlarerinnen schon acht „leichte“ Treffer auf ihrem Konto.

Zwischen der 46. und der 52. Minute drohte der Tabellenneunte gar von der Germania überrollt zu werden. Lea Gürbig nagelte ihren Kasten zu und leitete mit ihren Paraden einen schnellen Gegenangriff nach dem anderen ein mit Lena Dietrich, Maria Kiwa und Xenia Ahrend als dankbare Abnehmerinnen. So konnte das Cojocar-Team von 27:17 auf 34:17 erhöhen. Und damit ihre Revanchegelüste voll befriedigen. • Fritzlar: Gürbig (18 Paraden/20 Gegentore); Dietrich 5, Huck 6/4, Ahrend 3, Puntschuh 5, Horn 6, Kerwin, Meyfarth 6, Duknauskaite 1, Dreyer, Kiwa 5/2.

Birkenau: Leinert (25.-46., 5/10), Schlechter (9/27); Falter, Hofmann 1, Crnisanin, Scheffler 3, Schwab 1, Mader 2, Weisbrod, Schreyer, Baumann 3/1, Rajic 9/2, Mink 1.

SR: Dux/Vollmert.Z: 250.

Siebenmeter: 7/6:4/3.

Zeitstrafen:6:4-Minuten.

Das ist der aktuelle Stand in der 3. Liga

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