Domstadt-Cup: Heißer Kampf mit vier Erstligisten

Kann Borussia Dortmund in Fritzlar den Titel verteidigen?

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In Fritzlar am Ball: Bad Wildungens Miranda Schmidt-Robben, hier zu sehen im Vergleich mit dem HC Leipzig gegen Hildigunnur Einarsdottir und Michelle Urbicht (beide verdeckt). 

Fritzlar. Hochkarätig ist das Teilnehmerfeld des 6. Domstadt-Cups, der am Samstag und Sonntag stattfindet. Auch Titelverteidiger BVB Dortmund kommt. 

Gastgeber SV Germania Fritzlar hat mit dem TuS Lintfort einen weiteren Handball-Drittligisten ebenso für eine Teilnahme begeistern können wie die beiden Zweitligisten FSG Mainz 05/Budenheim und TV Beyeröhde. Naturgemäß im Fokus stehen allerdings die vier Erstligisten.

Einer der Favoriten auf den Turniersieg ist Titelverteidiger BVB Dortmund. Die Mannschaft von Trainerin Ildiko Barna schloss die vergangene Saison als Tabellensiebter ab und auch mit der Entwicklung in der Vorbereitung ist Barna bislang zufrieden. Die gebürtige Ungarin trainierte die Germanen in der Saison 2010/2011, ehe es über den TuS Weibern vor zwei Jahren nach Dortmund ging. 

Mit Caroline Müller (VfL Oldenburg), Emilia Galinska (Neckarsulmer Sport-Union), Irene Espinola Perez (Prosetecnisa Bm Zuazo) und Johanna Stockschläder baut sie nun auf vier neue Rückraum-Spielerinnen. Durchschlagskraft und Tempospiel – hier sollen die Neuen helfen. Stockschläder kam von Rivale Bad Wildungen Vipers und hatte zuvor ein Zweitspielrecht bei der SG 09 Kirchhof. Ihre jüngere Schwester Laura war seinerzeit bei der Fritzlarer Reserve aktiv.

Nächster Halt BVB: Johanna Stockschläder. 

Viele in der Region bekannte Gesichter gehören zum Kader des zweiten Bundesligisten. Und zwar dem, der die kürzeste Anreise hat: die HSG Bad Wildungen Vipers, die in der Vorsaison auf dem elften Rang landete. Verstärkt hat sich das Team von Trainerin und Kreisläuferin Tessa Bremmer beim Mitkonkurrenten HC Rödertal gleich vierfach durch Anna-Maria Spielvogel, Isa-Sophia Rösike, Lisa-Marie Preis und Anna Frankova.

Zurück sind der frühere Publikumsliebling Sabine Heusdens (SGH Rosengarten-Buchholz) und Sina Ritter, die es nach einer langen verletzungsbedingten Pause noch einmal wissen will, sowie Romy Bachmann (Fredericia HK). Aufhorchen ließen die Vipers zudem durch die Verpflichtung eines Sportlichen Leiters. Mit Jochen Busch wurde ein Kenner der Frauen-Handballszene verpflichtet, der zuvor 20 Jahre in verschiedenen Funktionen beim BVB aktiv war.

Während der BVB und die Vipers in der Gruppe A am Start sind, bekommt es Fritzlar mit dem HC Rödertal und Bayer Leverkusen zu tun. Die Werkselfen werden von Renate Wolf trainiert, die das Team zuletzt auf den achten Rang führte. Leverkusen zeigt eine gute Frühform. Beim stark besetzten Turnier im rheinland-pfälzischen Wittlich wurde Bayer Fünfter – trotz einiger Ausfälle. Mia Zschocke und Amelie Berger waren mit der DHB-Auswahl (U 19) unterwegs. Annefleur Bruggeman, Franziska Mietzner und Kim Berndt fehlten ebenfalls. Linkshänderin Berger (eigene Jugend) ist neben Jill Meijer (SVG Celle), Franziska Mietzner (HC Leipzig) und Marija Gedroit (Kisvardai Kezilabda Club) eine von vier Neuen.

Der Senkrechtstarter schlechthin ist der HC Rödertal. Erst 2009 wurde das Team aus dem ostsächsischen Großröhrsdorf gegründet. Jetzt ist es nach der Insolvenz des HC Leipzig erstklassig. Somit hat Trainer Karsten Moos nach den Vipers 2014 bereits ein zweites Team in die 1. Liga geführt – und es umgehend verlassen. Der 35-Jährige hatte nämlich im Februar ein Angebot zur Vertragsverlängerung abgelehnt. Sein Nachfolger ist der Österreicher Karsten Knöfler, der zuletzt die A-Jugend des TSV Eisenach coachte. Gleich elf Spielerinnen wurden verpflichtet. Geblieben ist immerhin die Ex-Kirchhöferin Izabella Nagy.

Von Sina Ternis

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