31:25-Erfolg gegen Großsachsen

Baunataler Handballer feiert ersten Sieg im neuen Jahr

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Kein Spaziergang: Baunatals Kreisläufer Felix Rehberg (links) macht Bekanntschaft mit Großsachsens Philipp Schulz. 

Geht doch! Im fünften Anlauf haben die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal den ersten Sieg 2019 gefeiert. Gegen Großsachsen gelang ein 31:25-Erfolg.

Schlussmann Patrick Ziebert sprach von einer riesigen Erleichterung, sein Trainer Florian Ochmann sagte das, was wohl alle Handballer des GSV Eintracht Baunatal am Samstagabend empfanden: „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen.“ Denn im fünften Anlauf hat es endlich geklappt mit dem ersten Sieg im neuen Jahr. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung bezwang der Drittligist die Gäste des TV Großsachsen 31:25 (14:12).

Puh. Durchatmen. Geht doch. Auch bei den mehr als 450 Zuschauern schienen ein paar Steine zu plumpsen. Zumindest herrschte nach der Schlusssirene eine ausgelassene Stimmung in der Rundsporthalle. Zumal dieser Erfolg alles andere als ein Spaziergang war, obwohl es die Eintracht am Ende auf einen Vorsprung von sechs Toren brachte. Im Verlauf der zweiten Hälfte kamen die Baden-Württemberger immer wieder heran, „aber wir haben an uns geglaubt und sind nicht wieder eingebrochen“, sagte Ziebert. An dem Sieg habe er nie gezweifelt.

Baunataler behalten die Nerven 

Im Gegensatz zur Vorwoche, als die Baunataler wie gelähmt auftraten, zeigten sie nun Emotionen und hielten zusammen – „kämpferisch war das heute überragend“, lobte Trainer Ochmann. Selbst als Großsachsens Philipp Schulz nach seinem Treffer zum 22:21 den Abstand auf ein Tor verkürzte (52. Minute), behielten die Baunataler die Nerven.

In dieser Phase hätte die Partie durchaus kippen können. Doch weil Ziebert zweimal glänzend parierte, Paul Gbur und Kapitän Marvin Gabriel Verantwortung übernahmen, und weil Rechtsaußen Dimitri Ignatow, die Leihgabe der MT Melsungen, nach seiner Hereinnahme für frischen Wind und Tore sorgte, erarbeiteten sich die Baunataler wieder einen komfortablen Vorsprung. Mit seinem Treffer ins verwaiste Gästetor zum 28:24 (58.) sorgte Ignatow endgültig für die Entscheidung.

Wenn der Eintracht überhaupt ein Vorwurf zu machen ist, dann der, dass sie nicht schon früher klare Verhältnisse herbeigeführt hatte. Die Gastgeber begannen konzentriert, die Abwehr bewegte sich unglaublich flink, und im Angriff ließen die Baunataler kaum Chancen liegen. Zudem entschärfte Daniel Horn mehrere Würfe. Nach einem Kopftreffer musste der Keeper ausgewechselt werden (20.) – bis dahin hatte er schon fünf Paraden auf dem Konto. Kollege Ziebert knüpfte aber nahtlos an Horns Leistung an.

Erste Vier-Tore-Führung

So bestimmte die Eintracht das Geschehen. Nur Großsachsens Halbrechter Jan Triebskorn und vor allem Kreisläufer Simon Reisig bereiteten den Nordhessen permanent Sorgen. Trotzdem setzten sich die Baunataler Stück für Stück ab. Nach Sven Vogels Treffer zum 13:9 nach einem herrlichen Tempogegenstoß lagen sie erstmals mit vier Toren vorn (26.).

Nach dem Wechsel agierte die Eintracht weiter souverän. Und als Felix Geßner einen Konter zum 19:14 vollendete (42.), und die Gäste direkt danach eine Unterzahl überstehen mussten, roch es nach der Vorentscheidung. Aber denkste! Großsachsen ließ sich nicht abschütteln, probierte es später mit einem siebten Feldspieler und kam tatsächlich auf einen Treffer heran. Doch dann startete die Eintracht ihre fulminante Schlussoffensive. „Ich bin stolz auf die Jungs“, sagte Trainer Ochmann vollkommen erleichtert.

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