3. Handball-Liga Ost: Germania Fritzlar greift mit breiterem Kader an – höhere Siege sind ein Ziel

Sie haben wieder Bock auf mehr

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Viel Spaß in der Domstadt: (von links) Vilte Duknauskaite, Lea Gürbig, Franziska Chmurski, Maria Kiwa und Trainerin Viktoria Marquardt freuen sich auf den Cup und die neue Saison. 

Fritzlar. Groß ist die Vorfreude beim SV Germania Fritzlar auf den Domstadt-Cup am Wochenende. Und auf die Saison in der 3. Handball-Liga, die am 17. September mit dem Spiel gegen Plesse-Hardenberg beginnt.

„Alle Wünsche bei den Neuzugängen wurden mir erfüllt“, sagt Trainerin Viktoria Marquardt. Ziel ist ein Platz unter den ersten Drei.

Die Neuen

Das wohl beste Spielmacher-Duo der Liga hat Fritzlar zu bieten. Zusammen mit Esther Meyfarth führt Franziska Chmurski nun Regie. „Franzi hat eine überragende Übersicht und ist torgefährlich“, lobt Marquardt die 26-Jährige, die vom Berliner TSC kam. Manko: Chmurski hat aus beruflichen Gründen die erste Vorbereitungsphase verpasst.

Nochmal wissen nach drei Jahren in Böddiger möchte es Vilte Duknauskaite. „Ich habe Bock auf mehr. Den jungen Spielerinnen gebe ich gern Hilfestellung, muss aber erst meine Rolle finden“, sagt die Blondine, die als Abwehrchefin eingeplant ist. Ebenso wie die gebürtige Litauerin spielt Maria Kiwa auf Halblinks. Für ihre Trainerin ist die 20-Jährige „eine positive Erscheinung mit Zug zum Tor und kann auch zupacken“. Vierte Neue ist Torfrau Lea Gürbig, die sich mit Top-Leistungen im Landesliga-Team für höhere Aufgaben empfohlen hat.

Die Taktik

An der 6:0-Deckung gibt es nichts zu rütteln. Der ohnehin schon souveräne Mittelblock mit Melina Horn und Esther Meyfarth sollte durch Duknauskaite noch stabiler werden. Chmurski und Kiwa sind hier ebenso Optionen. Fritzlars größte Waffe bei Tempogegenstößen bleibt Lena Dietrich nach einer überragenden Runde. Allrounderin Xenia Ahrend kann ebenso auf Außen helfen. Grundsätzlich gilt: „Wir müssen kaltschnäuziger werden und dürfen kein Mitleid mit dem Gegner haben, wenn wir überlegen sind. Ich will mehr höhere Siege“, sagt Marquardt.

Die Fragezeichen

Anna Holeczy (Kreuzbandriss) fällt mindestens bis Jahresende aus. Tragisch aus SVG-Sicht, dass Lena Kerwin erneut an Gürtelrose erkrankt ist und auf unbestimmte Zeit fehlen wird. Janina Dreyer (Leiste), Lorena Lorenz (Kreuzbandriss) und Bibiana Huck (Handbruch) sind allesamt in der Aufbauphase. Vor allem bei Siebenmeter-Spezialisten Huck ist es nun Kopfsache, wann sie wieder frei angreifen und auf Außen wirbeln kann. Kehrt das Trio schnell zurück, ist Fritzlars Kader breiter als im Vorjahr. Denn mit Nilla Oross und Johanna Fischer (beide Karriereende) gab es lediglich zwei Abgänge.

Die Gegner

„Wenn wir wie in der Rückrunde zuletzt spielen, wird es schwer uns zu schlagen“, weiß Marquardt. Und denkt gern an die tadellose Vorstellung beim 27:26 im Derby gegen die SG 09 Kirchhof, dem I-Tüpfelchen bei zehn Siegen aus zwölf Spielen.

Nun ist die Liga (siehe Hintergrund) nach dem Aufstieg der Top-Teams Füchse Berlin und Kirchhof für Marquardt schwieriger denn je einzuschätzen. „Ober-Eschbach hat sich gut verstärkt. Markranstädt und Mainz dürften ebenso besonders stark sein“, sagt die Trainerin vor ihrem zweiten Jahr als Chef. Unter dem neuen Namen FSG Ober-Eschbach/Vortaunus drängen die Südhessen mit dem neuen Trainer-Duo Slobodan Jankovic/Eckhard Weber zurück in die 2. Liga. Dabei mithelfen soll etwa die Ex-Kirchhoferin Andrea Mertens, die von den Kurpfalz-Bären aus Ketsch kam.

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