3. Liga Ost: Fritzlar unterliegt mit Erstliga-Spielerinnen verstärktem HC Leipzig II

Hertlein bestraft SVG-Fehler

Warf sechs Tore: Fritzlars Johanna Fischer, hier am Ball im Archivbild zu sehen. Foto: Hahn/nh

Leipzig. Das war knapp: Der SV Germania Fritzlar hat das Verfolgerduell der 3. Handball-Liga Ost beim HC Leipzig II mit 21:23 (9:11) nach großem Kampf verloren.

„Da war mehr drin. Wir haben ziemlich gut verteidigt“, lobte SVG-Coach Frank Mai seine Abwehr. Die hatte nämlich Schwerstarbeit zu verrichten, weil Leipzig wie erwartet die Bundesliga-Pause nutzte, um mit Anna Atladottir, Michelle Urbicht, Helena Hertlein und Kaya Diehl vier Akteurinnen aus dem Erstliga-Kader Spielpraxis zu verschaffen.

Fritzlar erwischte den besseren Start. Nach Toren von Hannah Puntschuh (2), Bibiana Huck und Lena Dietrich lag der SVG nach zehn Minuten mit 4:2 vorn. Mehr Vorsprung gab’s nicht, weil sich die Gäste anschließend einige technische Fehler leisteten. Und schlimmer: Weil die Domstädterinnen zwar im 6:0-Verbund gut deckten, aber im Rückzugsverhalten Schwächen offenbarten. Diese nutzte in erster Linie Hertlein gnadenlos aus. Die Linksaußen traf nach dem Rückstand dreimal, hinzu kamen zwei verwandelte Siebenmeter von Anna-Lena Plate - und schon war Leipzig nach 20 Minuten auf 10:6 enteilt.

„Dass wir immer einem Rückstand herlaufen mussten, hat viel Kraft gekostet“, nahm Mai sein Team in Schutz, in dessen Dienst sich gleich mehrere angeschlagenen Spielerinnen gestellt hatten. Ganz anders sah das beim HC aus, denn Trainerin Marion Mendel konnte munter durchwechseln.

Das tat dem Kampfgeist des SVG keinen Abbruch. Nach 9:11 zur Pause und 14:16 (41.) war das Mai-Team nach 50 Minuten und nach der Disqualifikation gegen Tammy Kreibich (dritte Zeitstrafe) beim 19:19 wieder dran. Und hätte den Spieß umdrehenkönnen. Nach 54 Minuten (20:20) nahm der Coach eine Auszeit. Seine Mannschaft hatte den Ball - vergab aber einen Abschluss. „Im Angriff haben wir das Spiel verloren“, ärgerte sich Mai. Das bestrafte Helena Hertlein eiskalt und legte zwei ihrer insgesamt acht Tore nach. Das war die Vorentscheidung in der körperbetonten Begegnung. • SVG: Maier (bis 46.), Auel (ab 46.) - Dietrich 1, Huck 5/4, Fischer 6, Ahrend, Puntschuh 2, Horn 3, Meyfarth 2/2, Denecke 1, Dreyer. (sbs)

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