3. Liga: Kirchhof empfängt am Samstag den Tabellenvorletzten aus Hahlen

Karnevalstruppe zu Gast

Der TSV Hahlen setzt in der Trainingsarbeit bunte Akzente: Fabienna Dretzke (von links), Anna Wiese, Mareike Wegner, Franziska Weide, Melanie Gritzan, Stefanie Raulwing, Michelle Ahnefeld, Maren Büschingl, Charlotte Pohlmann und Vanessa Fischer. Foto: privat

Kirchhof. Nein, ihren Spaß haben sie nicht verloren. Die Drittliga-Mannschaft des Tabellenvorletzten TSV Hahlen machte aus dem Training an Weiberfastnacht eine „Bad-Taste-Einheit“. Ob es hilft am Samstag (18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen) gegen Spitzenreiter SG 09 Kirchhof? Fraglich.

„Kirchhof hat die beste Mannschaft der Liga. Die Rückraumachse Mihai-Blase ist kaum zu stoppen“, sagt TSV-Trainerin Kirsten Gümmer. Dennoch sieht sie ihre Mannschaft nicht als Karnevalstruppe: „Wir haben den Glauben an den Klassenverbleib noch nicht aufgegeben. Denn wir spielen noch gegen die direkten Konkurrenten“, sagt sie.

Und: In der vergangenen Saison reichte den Ostwestfalen der vorletzte Platz zum Klassenverbleib, allerdings in der 3. Liga Nord. „Wir sind neu in die Ost-Staffel gerückt. Das Niveau hier ist schon höher, dazu kommen die weiten Fahrten“, sagt Gümmer. Außerdem hat der TSV schon einen Trainerwechsel hinter sich (Gümmer: „Es gab Unstimmigkeiten.“), zudem ist der kleine Kader verletzungsbedingt gebeutelt. „Angefangen haben wir die Saison mit 17 Spielerinnen, jetzt sind nur noch zwölf einsatzfähig“, sagt Gümmer.

Im Hinspiel gewann Kirchhof locker 33:22 (20:12). Einen ähnlichen Spielverlauf erhofft sich SG-Trainer Markus Berchten auch diesmal. „Hahlen ist keine Mannschaft, die einen großen Rückstand noch drehen kann. Sie lassen schnell den Kopf hängen, wenn sie merken, dass das Spiel nicht mehr zu gewinnen ist“, so Berchten. Wichtig wird es also sein den Gegenstoß konsequent zu laufen und die läuferische Überlegenheit über 60 Minuten auszuspielen. Die Stärken von Hahlen liegen auf den Rückraumpositionen mit Torjägerin Melanie Gritzan (124/74 Tore). Sie ist zudem eine der besten Siebenmeterschützinnen der Liga.

Nicht mehr dabei sein wird Rückraumspielerin Andrea Redli. Sie wird heute in Kassel am Knie operiert. „Es besteht der Verdacht auf einen Knorpelschaden. Ich denke nicht, dass sie in dieser Saison noch einmal zum Einsatz kommen wird“, sagt Berchten.

Von Daniel Schneider

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