3. Liga Ost: SV Germania Fritzlar gewinnt nach 3:8-Rückstand mit 27:18 gegen SG Handball Bad Salzuflen

Kerwin wirbelt, Fritzlar siegt

Nicht zu stoppen: SVG-Rechtsaußen Lena Kerwin (am Ball), die in dieser Szene eines ihrer sieben Tore erzielt. Foto: Hahn

Fritzlar. Die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar sind in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Mit 27:18 (10:9) gewannen die Domstädterinnen in eigener Halle gegen den Tabellenzweiten SG Handball Bad Salzuflen.

Dabei taten sich die Gastgeberinnen zunächst schwer mit dem starken Gäste-Rückraum um die international erfahrene Kateryna Lippert. Bis zum 2:2 durch Esther Meyfarth (6.) verlief die Partie ausgeglichen, dann sorgte Lippert mit einem Doppelschlag für eine 4:2-Führung der Gäste. Beim 7:3 (12.) hatte sich das Team von Trainer Mike Bezdicek erstmals etwas abgesetzt. Da hatte die Ukrainerin bereits viermal getroffen. Auch eine Auszeit konnte die Lipperinnen zunächst nicht stoppen. Die starke Spielmacherin Katharina Hill traf trotz Zeitspiel zum 8:3 (14.).

Erst jetzt kam die Germania besser ins Spiel. Dabei machte sich vor allem die Hereinnahme von Johanna Fischer bezahlt. Die Kreisläuferin ersetzte Melina Horn, die bis dato von SGH-Linksaußen Viola Pallas kurz gedeckt wurde, und rückte neben Hannah Puntschuh an den Kreis. „Damit kam Salzuflen überhaupt nicht zurecht“, freute sich SVG-Interimstrainerin Viktoria Maruquardt. Beim 7:8 durch Lena Kerwin (18.) waren die Domstädterinnen wieder auf Tuchfühlung.

In der Defensive rührten die SVG-Handballerinnen mit Melina Horn und Esther Meyfarth im Mittelblock Beton an. Nach dem 9:7 durch Linksaußen Pallas (19.) lief bei der Bezdicek-Sieben im Angriff nichts mehr zusammen. Auch die Hereinnahme der wurfgewaltigen Lisa Huch blieb wirkungslos. Dass der Germania der Ausgleich zunächst nicht gelang, lag daran, dass sie sich im Angriff zu viele technische Fehler leistete. Ehe Horn und die schnelle Kerwin kurz vor der Pause für eine knappe Halbzeitführung sorgten.

Nach Wiederanpfiff zog Fritzlar schnell auf 15:11 (41.) davon, eher sich die Gäste wieder fingen und durch Huch beim 16:15 (46.) erneut auf Tuchfühlung waren. Zu mehr reichte es aber nicht, weil Salzuflen den Ball leichtfertig vertändelte. Das nutzte Fritzlar zu einfachen Toren aus dem Gegenstoß. Hier zeichnete sich besonders Kerwin aus, die die SGH-Abwehr durcheinander wirbelte und die sich bietenden Chancen konsequent nutzte. Als die Rechtsaußen zum 20:15 traf (50), war die Partie entschieden. „Wir haben heute mit Freude in der Abwehr gearbeitet“, freute sich SVG-Trainerin Marquardt und ergänzte: „Ich hoffe, dass der Knoten bei uns nun endlich geplatzt ist.“ • SVG: Auel (1.-8. Minute, 2 Paraden/4 Gegentore), Maier (14/14) - Giese, Dietrich 3, Huck 2/2, Fischer 3, Ahrend 3, Puntschuh 1, Horn 5, Kerwin 7, Meyfarth 3, Denecke, Dreyer, Cioca. Bad Salzuflen: Sauer (1.-41., 5/11), Schwarz (7/16) - Lippert 7, Reuschel, Hill 3/1, Homovics, Jorgensen Ravn 1, Ilyes, Brilka, Pallas 4, Huch 2, Henke, Jacobkersting 1. SR: Große/Kreutz. Z.: 250. Siebenmeter: 2/2:1/2. Zeitstrafen: 10:8 Minuten.

Von Marcel Glaser

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