3. Liga Ost: Kirchhof lässt Absteiger Zirndorf keine Chance

Sabljak nicht zu stoppen

Überzeugende Leistung: Kreisläuferin Kim Chiara Mai von der SG 09 Kirchhof traf vier Mal für ihr Team. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Das war eine klare Angelegenheit. Als Kirchhofs Kreisläuferin Dione Visser nach einer Viertelstunde zum 15:3 für ihr Team traf, glich dies bereits einer Vorentscheidung. Zu deutlich war die Überlegenheit der Gastgeberinnen, die die bereits als Absteiger feststehende HG Zirndorf schließlich mit 43:15 (27:10) aus der Halle fegten.

Dabei hätte der Erfolg durchaus höher ausfallen können. Doch in der zweiten Halbzeit wechselte SG-Coach Christian Denk munter durch. Zudem scheiterten die SG-Handballerinnen mehrfach an Latte und Pfosten. Erst Kim Mai beendete mit dem Tor zum 41:14 (57.) eine fast zehn minütige Torflaute. „Das war nicht mehr so schön anzusehen“, bekannte der SG-Trainer.

Dafür zeigte seine Mannschaft in den ersten dreißig Minuten eine herausragende Leistung. Lediglich drei Fehlwürfe leisteten sich die Kirchhoferinnen, fast jeder Wurf war ein Treffer. Allerdings forderten die Gäste das Team um Simone Larsen Poulsen und Danique Boonkamp auch nicht wirklich. Zahlreiche technische Fehler sowie eine harmlose Angriffsleistung luden die SG immer wieder zu einfachen Treffern aus dem Tempogegenstoß ein, wobei sich Laura Nolte und Dione Visser besonders auszeichnen konnten. „Die beiden waren eine Augenweide“, lobte SG-Kapitänin Christin Kühlborn die Flügelzange.

Starke erste Halbzeit

„Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt“, freute sich SG-Coach Denk. Waren die Gastgeberinnen dennoch einmal in den Positionsangriff gedrängt, fand das Team auch hier eine schnelle Lösung. Gegen Boonkamps Würfe aus der zweiten Reihe oder Diana Sabljak mit ihrem unwiderstehlichen Eins-gegen-Eins hatten die Bayerinnen nichts entgegenzusetzen.

„Diana war eiskalt“, freute sich Christin Kühlborn über die Leistung der Halbrechten, der schließlich elf Treffer gelangen. Zudem harmonierte der SG-Angriff hervorragend mit den beiden Kreisläuferinnen Visser und Kim Mai. „Wir wollten weniger technische Fehler machen und uns im Torabschluss steigern. Das ist uns gelungen“, lobte Denk.

Denn in den ersten 30 Minuten schien der SG fast alles zu gelingen. Sinnbildlich war der Schlusspunkt der ersten Halbzeit, den Simone Larsen Poulsen setzte. Und geradezu elegant einen direkten Freiwurf zum 27:10-Pausenstand versenkte. Die Vorentscheidung allerdings war da schon längst gefallen. • Kirchhof: Siggard (1.-30. Minute, 7 Paraden/10 Gegentore), Küllmer (30.-60., 6/5) – Grothnes 2, Lucas, Boonkamp 5, Nolte 6, Kühlborn 4, Sabljak 11/3, Larsen Poulsen 1, Wäscher, Maarse, Berz 1, Visser 9/2, Mai 4. Zirndorf: Ruzicka (1.-60., 8/43) – Kammerer 1, A.-M. Pröpster 1, Kleinert 2, Schmidt 3/3, S. Pröpster 1, Blankenship 1, Herberth 1, Matlock, Raab 5. Siebenmeter: 6/5:5/3. Zeitstrafen: 4:12 Minuten. SR: Bittner/Casselmann (Dreieich/Dietzenbach). Zuschauer: 250. Rote Karte: Herberth (44., 3. Zeitstrafe).

Von Marcel Glaser

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