3. Liga Ost: Kirchhof winkt Vereinsrekord – Kühlborn auf den Spuren ihrer Schwester

Knackt die SG 09 den HSV?

Hinein ins Vergnügen: Kirchhofs Christin Kühlborn (am Ball) lässt hier im Hinspiel die Marienbergerinnen Lucie Hribova (Nummer 19) und Vicky Schütz stehen. Foto: Kasiewicz

Marienberg/Kirchhof. Gipfeltreffen in der 3. Liga Ost: Die Handballerinnen von Spitzenreiter SG 09 Kirchhof sind am Samstag (17.30 Uhr, Sporthalle am Goldkindstein) beim Tabellenzweiten HSV Marienberg zu Gast. Das ist die Chance, sich für die 20:30-Niederlage im Hinspiel zu revanchieren, einen Verfolger im Kampf um den Aufstieg abzuschütteln und ganz nebenbei Historisches zu leisten.

„Kirchhof gehört in die 2. Liga. Uns spornt es an, dass wir einen Vereinsrekord brechen können“, sagt Christin Kühlborn. Die dienstälteste Spielerin der SG 09, praktisch von Geburt an Mitglied der Grün-Weißen, würde nur allzu gern den 14. Sieg in Serie feiern. Zuletzt war das Team 2007 so erfolgreich, als es ebenfalls 13 Erfolge am Stück gab und schließlich am Ende mit 48:4 Punkten unter der Regie von Coach Udo Horn und mit Spielerinnen wie Kühlborns älterer Schwester Carina die souveräne Meisterschaft in der Regionalliga Südwest gefeiert wurde.

Bis zur möglichen Rückkehr in die 2. Liga ist es aber noch ein steiniger Weg. „Wir müssen die Tabelle ausblenden und weiter Vollgas geben. Auswärts haben wir noch ganz schwere Spiele vor uns“, sagt Markus Berchten. Kirchhofs Trainer denkt neben Marienberg (8 Heimsiege) auch an die Vergleiche in Bayreuth (7 Siege, 28. Februar) und Fritzlar (7, 12. April), die allesamt in eigener Halle nicht einen Punkt abgegeben haben. Eine Serie wird am Samstag also enden, weil Kirchhof bislang alle seine sechs Partien in der Fremde gewinnen konnte.

„Wir müssen mit breiter Brust auftreten. Dass Marienberg in Bayreuth verloren hat, macht sie noch gefährlicher“, findet Berchten. Die 17:19-Niederlage des HSV würde dessen Coach Robert Flämmich am liebsten vergessen: „Das war unser schlechtestes Saisonspiel. Ich erwartete eine Reaktion meiner Mannschaft“, sagt er. Bitter für ihn, dass Dominika Selucka dabei eine Rote Karte mit Bericht sah. Die Tschechin soll den Schiedsrichtern einen Vogel gezeigt haben. Ein Einspruch blieb erfolglos, so dass Selucka im Hit ausfällt und die zweitligaerfahrene Vicky Schütz allein am Kreis gefordert ist. Im Vergleich zum Hinspiel fehlt zudem Torhüterin Tereza Sichmanova, die aus gesundheitlichen Gründen aufgehört hat.

Auf der Gegenseite ist Kirchhof bis auf Torfrau Karina Morf und Andrea Redli (beide verletzt) in Bestbesetzung. Und ist mehrfach motiviert, nach allen anderen Teams der Liga nun auch den stärksten Aufsteiger zu schlagen: „Wir wollen wie immer gewinnen“, sagt Christin Kühlborn“, die mittlerweile in Angriff und auch Abwehr Leistungsträgerin bei ihrer SG 09 ist. (sbs)

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