3. Liga Ost: Fritzlar peilt zweiten Sieg in Nidda an und hat Ober-Eschbach im Hinterkopf

Luxusproblem dank Meyfarth

Erleichterung pur: Janina Dreyer und Torfrau Vanessa Maier sind nach dem Arbeitssieg zum Auftakt mit Fritzlar nun bei Gedern/Nidda gefordert. Foto: Hahn

Nidda/Fritzlar. Es gibt leichtere Aufgaben für den SV Germania Fritzlar. Am Samstag (18 Uhr) ist das Team von Trainerin Viktoria Marquardt in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen bei der HSG Gedern/Nidda gefordert.

„Das ist ein unbequemer Gegner, der uns nicht liegt. Da müssen wir hellwach sein“, weiß SVG-Rückraumspielerin Janina Dreyer. Erst vor drei Wochen unterlagen die Domstädterinnen dem Team aus dem Wetteraukreis mit 26:27 im Test. Exakt mit diesem Ergebnis verlor Fritzlar vor drei Jahren in der West-Staffel gegen Gedern/Nidda.

Die Mannschaft von Trainer Christian Breiler ist deswegen so unangenehm zu bespielen, weil sie in der Abwehr unkonventionell 3:2:1 deckt. Bei Bedarf haben die Südhessinnen auch eine 5:1- und 6:0-Deckung drauf. Gut für Fritzlar, dass im Rückraum viele Optionen zur Verfügung stehen. Etwa Dreyer, die beim 24:15 zum Auftakt gegen Plesse-Hardenberg ein wesentlicher Faktor war, warum ihr Team der erste Tabellenführer ist.

Keine Selbstverständlichkeit, denn die 24-Jährige konnte drei Wochen gar nicht und fast zwei Monate nur eingeschränkt trainieren. Nach einem unglücklichen Sprint hatte sie sich die Leiste gezerrt. Eine Blockade im Rücken mit muskulären Beschwerden als zweite Diagnose zwangen die Rechtshänderin zum Aussetzen. Dementsprechend fehlt noch etwas Spritzigkeit. Immerhin: Beim Heimsieg überzeugte sie bei ihrem 40-minütigen Einsatz auf Halblinks mit sechs Treffern und verhalf auch der Deckung zu mehr Stabilität. Und sie weiß, woran es aktuell bei der Germania hapert: im Abschluss. „Es ist nicht immer nur Pech. Wir müssen einfach konsequenter abschließen“, sagt die Kasselerin.

Eine, die helfen kann, ist Esther Meyfarth. Die ehemalige Jugend-Nationalspielerin hat ihre Erkältung auskuriert und kann wieder als Spielmacherin wirken. Für ihre Trainerin ist das ein Luxusproblem. „Wir haben zwei überragende Mitte-Spielerinnen. Beide müssen damit umgehen, dass sie sich Spielanteile teilen“, sagt Marquardt. Denn die zweite Strategin, Neuzugang Franziska Chmurski, legte mit Spielintelligenz, Torgefahr und gesunder Härte eine starke Premiere hin.

Die Marschroute in Nidda ist klar. Mehr Tempo als noch gegen Plesse-Hardenberg muss her. Dafür trainierte Fritzlar extra im athletischen Bereich. Und ist in der Deckung vor allem gegen die torgefährliche Sabine Eisenacher, Kreisläuferin Nadine Patz und Spielmacherin Jasmin Camdzic gefordert. „Wir wollen 4:0-Punkte zum Auftakt, um mit breiter Brust gegen Ober-Eschbach antreten zu können“, sagt Marquardt bereits mit Blick auf das kommende Heimspiel am 3. Oktober. (sbs)

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