3. Liga Ost: Fritzlar überwintert nach 26:21 auf zweitem Platz – Starke Torhüterinnen

Mai: „Besser geht’s nicht“

Hinein ins Vergnügen: Fritzlars starker Rechtsaußen Bibiana Huck gelangen acht Treffer beim souveränen Heimsieg. Links im Hintergrund beobachtet die Berlinerin Caroline Hoth die Szene. Foto: Hahn

Fritzlar. Lian Auel strahlte über beide Ohren. Klar, denn während die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar wahllos ihren Fans vor dem letzten Heimspiel des Jahres Süßigkeiten verteilten, bekam der Sohn von Danja Auel höchstpersönlich was zum Naschen. Anschließend kannten seine Mama und ihr Team aber keine Gnade und fertigten den Berliner TSC mit 26:21 (17:7) in der 3. Liga Ost ab.

„Ich hatte mir es schwieriger vorgestellt. Wir haben den Gegner mit unserem schnellen Spiel überrascht und voll konzentriert verteidigt“, lobte Danja Auel. Sie selbst hatte mit acht Paraden allein in der ersten Viertelstunde ihren Anteil am sechsten Saisonsieg, durch den Fritzlar dank der zeitgleichen Niederlage von Leipzig II (29:33 in Osterode) auf dem zweiten Platz überwintert.

Auel zog die Bälle magisch an und musste noch nicht einmal ihr ganzes Können zeigen, weil die Gäste schwach abschlossen und gut von der SVG-Deckung gestört wurden. Eiskalt schloss die Mannschaft von Trainer Frank Mai indes ihre Angriffe ab. Lena Dietrich (2) und Johanna Fischer trafen jeweils per Tempogegenstoß nach Pässen von Laura Denecke und sorgten für eine 6:2-Führung (15.). „Besser geht’s nicht“, frohlockte Fritzlars Coach Mai mit Blick auf den ersten Durchgang.

Das zeigte Wirkung bei den Berlinerinnen. Etwa, als die zweitliga-erprobte Caroline Benisch einen Pass unbedrängt auf die Tribüne feuerte (18.). Auch bei den Domstädterinnen gelang nicht alles. Aber selbst Fehler führten zu Toren. Denn in der 23. Minute verfehlte ein Abschluss von Dietrich total sein Ziel. Bibiana Huck nahm den Ball aber als Seitenwechsel auf - und schloss zum 14:5 ab. Janina Dreyer und wiederum Huck schraubten das Resultat zur Pause auf 17:7.

Somit war’s im zweiten Durchgang nur noch ein Fritzlarer Schaulaufen. Dank einer starken Vanessa Maier im Tor, die ihrer Kollegin Auel in nichts nachstand. Bis zum 19:8 (33., Fischer) sah es sogar nach dem höchsten Saisonsieg aus. Wohlgemerkt gegen ein Team, das zuvor punktgleich war. Doch erst hatten die Unparteiischen wohl Mitleid und pfiffen Dietrich (37.) und Denecke (39.) zwei reguläre Treffer ab. Dann ließen die Fritzlarerinnen die Zügel etwas schleifen.

„Wir haben Berlin stark gemacht“, ärgerte sich Mai über einige Nachlässigkeiten. Mit der Folge, dass die Hauptstädterinnen über 22:15 (50.) und 25:19 (57.) Ergebniskosmetik betreiben konnten. Das war aber kein Grund, dass Lian Auel und den anderen Germania-Anhänger die Süßigkeiten auch nur annähernd vermiest worden wären. • Fritzlar: Maier (12 Paraden/14 Gegentore), Auel (10/7) - Dietrich 5, Huck 8/2, Fischer 4, Ahrend 1, Puntschuh, Horn 4, Meyfarth 2, Denecke 1, Dreyer 1. Berlin: Juliane Meyer (7/13), Finck (2/13) - Schwarz 1, Benisch, Höbbel 2, Julia Meyer 1, Scheidemann 1, Willing 4, Hoth 4/3, Kämpf 3, Mrozinski 2, Förster 3, Chmurski, Milse. SR: Häring/Schukin. Z: 180. Siebenmeter: 2/2:3:3. Zeitstrafen: 4:8 Minuten.

Von Sebastian Schmidt

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