3. Liga Ost: SVG Fritzlar unterliegt Tabellenführer Füchse Berlin 17:23 – Sviridenko nicht zu stoppen

Maier hält den Hit lange offen

Eiskalt vom Punkt: Fritzlars Lorena Lorenz verwandelte fünf Strafwürfe, konnte die 17:23-Niederlage der Germania aber nicht verhindern. Foto: Hahn

Fritzlar. Eine Viertelstunde lang lag eine Überraschung in der Luft. Denn da führten die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar im Spitzenspiel der 3. Liga Ost gegen Tabellenführer Füchse Berlin mit 7:2. Dann aber fanden die Gäste besser in die Partie, während die Mannschaft von Trainerin Viktoria Marquardt der angespannten Personallage Tribut zollen musste. Und schließlich mit 17:23 (8:10) gegen den damit weiterhin ungeschlagenen Aufstiegsaspiranten unterlag.

„Wir haben die Partie 50 Minuten lang offen gehalten, aber dann fehlte uns die Kraft“, erklärte Fritzlars Trainerin Marquardt. Während SVG-Kapitänin Melina Horn noch mit der Niederlage haderte: „Die Füchse waren heute schlagbar. Das ist ärgerlich.“

Vor allem zu Beginn der Partie präsentierte sich die Germania stark. Da hatte der Defensiv-Mittelblock um Horn und Esther Meyfarth den wurfgewaltigen Berliner Rückraum mit Alexandra Sviridenko, Anna Blödorn und Bianca Trumpf im Griff. Zudem fand Vanessa Maier im Tor gleich gut in die Partie. Folgerichtig führten die Domstädterinnen mit 5:2 (6.). Lorena Lorenz und Horn bauten die Führung wenig später gar auf 7:2 (14.) aus.

„Wir haben super schlechte zwanzig Minuten gespielt, uns dann aber zurück ins Spiel gekämpft“, sagte Christian Schücke. Nach einer Auszeit des Füchse-Trainers steigerten sich die Hauptstädterinnen, wobei sich besonders die Hereinnahme von Anna Eber am Kreis bezahlt machte, während die frühere deutsche Nationalspielerin Sabrina Neuendorf für neue Impulse im Rückraum sorgte. Mit der Folge, dass die Gäste nach einem Doppelschlag von Sviridenko plötzlich mit 8:7 führten (28.)

Vor allem in der Offensive lief bei der Germania nur noch wenig zusammen. „Wir haben aus dem Rückraum keine Torgefahr ausgestrahlt und den Kreis allein gelassen“, befand Marquardt. Weil der SVG-Trainerin keine etatmäßige Rechtsaußen zur Verfügung stand, musste Johanna Fischer vom rechten Flügel jeweils an den Kreis übergehen. Gegen die starke 6:0-Deckung der Füchse brachte dies aber keinen Erfolg.

Dank der Paraden von Maier blieb die Partie dennoch lange offen. Den Unterschied machte schließlich die Bundesliga erfahrene Spielmacherin Sviridenko aus, die in kritischen Situationen Verantwortung übernahm und sowohl als Spielgestalterin wie Torschützin überzeugte. „Sie war zur richtigen Zeit zur Stelle“, lobte Gäste-Trainer Schücke die 28-Jährige.

Bis zum 16:17 durch Horn (52.) war die Germania auf Tuchfühlung, dann zogen die Gäste auf 22:16 (57.) davon. „Wir hatten mehr Alternativen, aber insgesamt war es ein Spiel auf Augenhöhe. Der Sieg ist etwas zu hoch ausgefallen“, bekannte Schücke. • Fritzlar: Maier (1.-60. Minute, 13 Paraden/23 Gegentor), Gürbig - Dietrich 3, Fischer, Ahrend 1, Puntschuh, Lorenz 5/5, Horn 5, Meyfarth 2, Dreyer 1. Berlin: Faßold (1.-15., 4/7), Plöger (15.-60., 12/10) - Maj, Neuendorf 1, Krakat, Kunde, Kobien, Jander, Eber 5, Blödorn 7/1, Dähne 1, Sviridenko 7, Trumpf 1, Mrozinski 1. Siebenmeter: 5/5:1/3. Zeitstrafen: 8:6 Minuten. SR: Heine/Standke (Braunschweig/Friedland). Zuschauer: 300.

Von Marcel Glaser

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