SV Germania Fritzlar: Staffelsieger setzt mit neuer Trainerin auf Kontinuität

Meister will Meister werden

Fritzlars Trainerin Viktoria Marquardt (Mitte) und ihre Neuzugänge: (v.l.) Lorena Lorenz, Lea Gürbig, Sarah Oschmann und Anna Holeczy. Foto: Hahn

fritzlar. Weil Rückschritt im Sport eher zu den Tabus zählt, ergibt sich das Saisonziel für einen Meister von selbst: Er will wieder Meister werden. Das gilt auch für den SV Germania Fritzlar, dem besten Team der 3. Handball-Liga Ost in der letzten Saison vor der HSG Blomberg-Lippe II und dem MTV Atlandsberg. „Das würden wir gerne erneut erreichen“, bestätigt Mannschaftsführerin Melina Horn.

Und vielleicht sogar noch mehr. „Wenn es wieder zum Aufstieg reicht, wollen wir ihn diesmal auch wahrnehmen“, erklärt Trainerin Viktoria Marquardt nach dem Aufstiegsverzicht in der letzten Spielzeit. Wohlwissend, dass sie mit dieser Marschroute sowohl ihre Mannschaft wie auch den Vorstand „unter Druck setzt“. Der habe nun ein Jahr Zeit, sich für den Fall der Fälle zu wappnen.

Die langjährige Erst- und Zweitliga-Spielerin löst Frank Mai als Chef an der Linie ab - und hat damit nach ihrem Wechsel in die Domstadt 2013 als Co-Trainerin der zweiten Mannschaft einen rasanten Aufstieg hinter sich. „Natürlich ist das eine besondere Herausforderung für mich, doch ich freue mich darauf“, sagt Viktoria Marquardt. Ihr Vorteil: Sie kennt die Mannschaft „in- und auswendig“.

Eingespielte Mannschaft

Und: „Ich muss in Fritzlar den Handball nicht neu erfinden.“ Nur einige Feinjustierungen wie beispielsweise beim Rückzugsverhaltens oder im Abschluss vornehmen. Bei einer fast unveränderten Mannschaft, die konsequenterweise auf ihr gewohntes und in den letzten jahren so erfolgreiches Spielsystem baut. „Wir sind eingespielt und können von Anfang an Gas geben“, meint die C-Lizenz-Inhaberin, die nur Linksaußen Anna Holeczy einbauen muss. Den 19-jährigen Neuzugang von der HSG Blomberg-Lippe II, der sich bereits nahtlos ins Team einfügte. Auch aufgrund seiner Spezialität „Tempogegenstöße“, die - und damit auch die dafür notwendigen langen Pässe - zum Fritzlarer Basisrepertoire gehören.

Rückkehrerin Nilla Oross dürfte Torfrau Danja Auel ersetzen, während nach dem Abgang von Laura Denecke die Hoffnungen im linken Rückraum laut Marquardt auf Janina Dreyer ruhen: „Sie hat besonders im Abschluss noch Potenzial und dieses in der Vorbereitung auch schon angedeutet.“ Lorena Lorenz sollte aus der zweiten Mannschaft aufrücken, fällt aber mit einem Kreuzbandriss vorerst aus. Dafür können nun Sarah Oschmann und Lea Gürbig ab und an mit einer Beförderung rechnen.

Die Zeichen stehen also auf Kontinuität. Das soll am Ende der Saison auch für den Ertrag gelten. „Platz eins bis drei“ hält Viktoria Marquardt für möglich. In einer Liga, die wohl etwas stärker einzuschätzen ist, so dass der erfahrenen Kreisläuferin die durchaus reizvolle Aufgabe obliegt, noch ein Paar Prozente aus ihrem Personal heraus zu kitzeln. Was beim Domstadt-Cup schon vortrefflich gelang.

Von Ralf Ohm

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