3. Liga Ost: Fritzlar verteidigt mit 27:20 gegen HC Salzland die Tabellenführung

Meyfarth belohnt sich

Überragte beim SVG-Erfolg: Rückraumspielerin Esther Meyfarth, die ihre Nebenleute hervorragend in Szene setzte und selbst vier Tore erzielte. Foto: Hahn

Fritzlar. Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben beim 27:20 (13:9) gegen den HC Salzland da weitergemacht, wo der Tabellenführer der 3. Liga Ost beim Sieg gegen Leipzig vor Wochenfrist aufgehört hatte. „Es lief zwar nicht alles rund und es fehlte manchmal die Spritzigkeit, aber wir haben uns durchgekämpft“, konstatierte Trainer Detlef Kleinmann zufrieden.

Knifflig war‘s für sein Team vor allem die ersten 15 Minuten. Als Salzland versuchte, die stabile Deckung der Domstädterinnen mit Linksaußen Caroline Rosiak als zweiter Kreisläuferin auszuhebeln. Eigentlich ein cleverer Schachzug von Trainer René Linkohr, wenn da nicht SVG-Torfrau Vanessa Maier die Spielverderberin gegeben hätte, als sie gleich drei Mal Siegerin gegen die frei zum Wurf kommende Rosiak war. „Es nutzt nichts, sich die Möglichkeiten zu erarbeiten, wenn man sie dann nicht nutzt“, ärgerte sich Salzlands Übungsleiter. Weil zudem das Tempospiel der Germania auf Touren kam, setzten sich die Gastgeberinnen ab (9:4, 21.) und hielten ihren Vorsprung bis zur Pause.

Um nach dem Seitenwechsel, erneut nach kurzem Anlauf mit zwei Gegentoren, endgültig die alten Tugenden wieder zu entdecken. Geführt von Esther Meyfarth suchten die Fritzlarerinnen den direkten Kontakt mit der HC-Abwehr und setzten sich ein ums andere Mal durch. „Esther und Lisa-Marie Berz haben perfekt umgesetzt, was wir in der Halbzeit besprochen haben“, freute sich Kleinmann.

Dazu gesellten sich temporeiche Kombinationen, was den Gästen umso mehr Kopfzerbrechen bereitete. Die durften sich bei ihrer sehr starken Torfrau Josephine Klauß bedanken, dass das Ergebnis nicht schon frühzeitig deutlichere Konturen annahm.

Die frühe Vorentscheidung, als Melina Horn mit drei Treffern in Folge auf 20:13 erhöhte (42.), konnte auch sie nicht verhindern. Danach brachte sich Salzland mit unsauberen Abwehraktionen und entsprechenden Zeitstrafen sowie Strafwürfen selbst um alle Chancen. Negativer Höhepunkt waren die Roten Karten gegen Kreisläuferin Paula Farken nach ihrer dritten Strafe sowie Trainer René Linkohr, der nach kurzem Disput mit den Schiedsrichtern auf die Tribüne musste (53.).

Den krönenden Abschluss aus Fritzlarer Sicht lieferte Esther Meyfarth, die sich mit ihrem frechen Schlagwurf aus zehn Metern zum 27:17 selbst für eine hervorragende Leistung belohnte. Bevor die Gäste noch etwas Ergebniskosmetik betreiben durften. • SVG: Maier (10 Paraden / 20 Gegentore), Auel (n.e.) – Kleinmann 2, Raum, Kirmse 3, Kurzbuch, Huck 10/8, Fischer 1, Pirvan 1, Puntschuh, Horn 5, Berz 1, Meyfarth 4. HCS: Klauß (18 / 27) – Schwarz 3, Beck 1, Rosiak 1, Schmitz 1, Retting 1, Geipel 1, Jäger 5, Farken 3, Knappe, Sachse 1, Göpel 1, Schüler 2. SR: Beyer/Schulte. - Z.: 180.

Von Michael Koch

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