3. Liga: SV Germania Fritzlar hat vermeintliches Topteam Marienberg zu Gast

Meyfarth kehrt zurück

Soll für mehr Durchschlagskraft im Angriff sorgen: Fritzlars Spielmacherin Esther Meyfarth (links) steigt wieder in den Spielbetrieb ein (hier gegen Bad Salzuflens Anna Giuruki). Foto: Hahn /nh

Fritzlar. Es ist eine verrückte 3. Liga Ost, in der in dieser Saison wirklich jeder jeden schlagen kann. Was die Partie der Handball-Frauen des SV Germania Fritzlar gegen den HSV Marienberg (So., 17 Uhr, Halle der König-Heinrich-Schule) umso prickelnder macht, weil es neben dem eigenen Sieg auch darum geht, den Gegner im Kampf um die Meisterschaft zurückzustoßen. Denn um die kämpfen beide Teams noch.

Dass die Partie Dritter gegen Vierter als Spitzenspiel durchgeht, ist für SVG-Trainer Frank Mai keine Überraschung. „Der HSV ist ein Team aus sehr starken Einzelspielerinnen“, sagt er, der die Sächsinnen schon vor der Saison als Meisterschaftsfavoritinnen auf dem Zettel hatte. Danach sah es dann lange Zeit nicht aus. Ein katastrophaler Start mit vier Spielen ohne Sieg, der Sturz auf den letzten Tabellenplatz, der Rausschmiss vom gerade erst verpflichteten Trainer Bjarne Jakobsen – Marienberg drohte komplett auseinanderzufallen.

Zwischenzeitlich saß als Interimslösung sogar der ehemalige Melsunger Spielmacher Petr Hazl für vier Partien auf der Bank, ehe die Rumänin Daniela Filip im Januar übernahm und aus dem ehemaligen Favoriten immerhin wieder einen Anwärter auf den Titel machte. Weil drei Spielerinnen den Klub während der laufenden Saison verließen, liegt der Fokus im schmalen, aber zuletzt wieder erfolgreichen Kader umso mehr auf Rückraumspielerin Evelina Kalasauskaite. Um die sich Fritzlars Defensivstrateginnen, und hier vor allem Johanna Fischer oder Hannah Puntschuh, kümmern müssen.

Ein Faustpfand für die Domstädterinnen ist sicher, dass Esther Meyfahrt wieder dabei, und der Kader der Feldspielerinnen damit komplett ist. Die Spielmacherin wird nicht nur in der Deckungsmitte gebraucht, sondern auch als Ideengeberin im Angriff. Denn der ist Frank Mai noch nicht durchschlagskräftig genug. „Da muss mehr Verantwortung übernommen und Druck entwickelt werden“, nimmt er neben Meyfarth auch Melina Horn, Laura Denecke und Janina Dreyer in die Pflicht.

Xenia Ahrend will er nicht ausklammern. Die rückt zwar durch die Meyfarth-Rückkehr erst einmal wieder in die zweite Reihe, „kniet sich aber im Training rein und ist ganz dicht dran“ (Mai). Was vielleicht den entscheidende Vorteil der Fritzlarerinnen herausstreicht: ihr Kader ist wesentlich breiter besetzt und weniger ausrechenbar. (ko)

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