3. Liga: Fritzlar quält sich zu 21:18-Erfolg über Frankfurt

Meyfarth traute sich

Traf zumindest in der ersten Hälfte noch recht zuverlässig: die Fritzlarerin Johanna Fischer (r.), die hier die Frankfurterin Chantal Bartholome stehen lässt. Foto: Hahn

Fritzlar. Es war unerwartet knapp, aber dennoch verdient. Die favorisierten Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar setzten sich in einem von den Abwehrreihen dominierten Spiel mit 21:18 (12:9) gegen den Frankfurter HC durch.

Durch die gleichzeitige Niederlage von Altlandsberg übernahmen die Domstädterinnen nach Minuspunkten damit sogar die Spitze, haben aber noch ein Nachholspiel zu bestreiten.

Mit strukturiertem Angriffshandball hatte das nicht viel zu tun, was beide Mannschaften in der Anfangsphase boten. Es war eher ein Festival der vergebenen Möglichkeiten, vor allem von den Gastgeberinnen. Deren Abwehr stand wie gewohnt sicher und ließ den Frankfurterinnen nur wenige Lücken.

Was dennoch durchkam, wurde zumeist sichere Beute von Vanessa Maier im Tor Dafür überboten sich Laura Denecke, Esther Meyfarth und Melina Horn vorn im Auslassen bester Gelegenheiten. Einzig Johanna Fischer beteiligte sich zunächst nicht am fahrigen Spiel ihrer Kolleginnen und vollstreckte sicher sowohl vom Kreis als auch aus dem Rückraum.

Zu wenig, um aus der Überlegenheit Kapital zu schlagen. Beim FHC lief fast alles über Torjägerin Dürrwald. Und die hatten Esther Meyfahrt und ihre Kolleginnen im Griff. Als Melina Horn nach einer Viertelstunde das 6:4 erzielte, hätte das Sicherheit geben können - tat es aber nicht. Die Gäste verteidigten stark, waren schnell wieder dran und hielten die Begegnung bis zum 7:7 ausgeglichen (23.). „Wir hatten zu wenig Bewegung und Emotionen drin“, bemängelte Trainer Frank Mai. Erst nach einer Auszeit mit deutlicher Ansprache berappelten sich die Gastgeberinnen und zogen bis zur Pause auf 12:9 davon, auch weil Melina Horn ihre Zurückhaltung ablegte.

Auf eine Fortsetzung der Offensivherrlichkeit nach dem Seitenwechsel hofften die Zuschauer jedoch vergebens. Zögerlich und zaudernd verpassten die Domstädterinnen mehrfach eine mögliche Vorentscheidung. Glanzpunkte setzte einzig Regisseurin Meyfarth, die entschlossen jede kleine Lücke nutzte. Und traf, wenn keine andere sich zu werfen traute: beim 15:13 (43.) und auch beim 19:15 (51.). 

Eng wurde es noch einmal nach Cornelia Försters 20:18-Anschluss kurz vor dem Ende. Den einmal mehr Meyfarth beantwortete und ihrer Mannschaft damit den hart erkämpften Sieg sicherte. 

• SVG: Maier (17 Paraden/18 Gegentore), Gürbig (n.e.); Dietrich 2, Huck 2/1, Fischer 2, Ahrend 1, Puntschuh 1, Horn 5, Kerwin 2, Meyfarth 5, Denecke, Dreyer 1. FHC: Silva Alfonso (n. e.), Schneider (11 P. / 21 G.) – A. Zacharias 1, B. Zacharias 2, Förster 1, Groke, Dürrwald 5, Kelm 2, Bartholomé 1, Müller 3, Genilke 3/2. SR: Eckert/Ludwig. - Z: 150. Zeitstrafen: 2:2-Minuten. Siebenmeter: 7m: 4/1:3/2.

Von Michael Koch

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