Kirchhof: Berchtens letztes Spiel in Minden

Mit Mini-Kader zum Schlusslicht

Johanna

Kirchhof. „Nein“, sagt Markus Berchten, „ich bin noch nicht im Abschließmodus.“ Was nichts daran ändert, dass der Trainer der SG 09 Kirchhof beim Saisonausklang in Minden (So. 15 Uhr) sein vorerst letztes Spiel auf der Bank des heimischen Handball-Drittligisten bestreiten wird.

Damit hat die tabellarisch bedeutungslose Partie des Schlusslichts gegen den Tabellenführer zumindest noch einen gewissen emotionalen Reiz. Sportlich ist schon vor dem letzten Spieltag alles klar: Der Gastgeber steigt ab und der Gast steigt auf.

Beides durchaus überraschend. Der Kirchhofer Trainer jedenfalls hätte den HSV Minden-Nord, eine Spielgemeinschaft aus dem TuS Freya Friedewalde, TuS Minderheide und TV GW Stemmer, zumindest auf einen sicheren Mittelfeldplatz erwartet. Denn: „Minden hat einen starken Rückraum.“ Gemeint sind Lisa Huch (l.), Leonie Wöbking (r.) und Alena Knicker (Mitte), die der SG im Hinspiel (25:20) Probleme bereiteten. Als Achillesferse der Ostwestfalen entpuppte sich indes die Abwehr, denn kein Team hat mehr als 732 Gegentore kassiert. Auch aufgrund von Verletzungsproblemen. So konnte Trainer Detlef Meyer beim letzten Spiel in Bayreuth gerade mal auf acht Spielerinnen zurück greifen.

Mit viel mehr rechnet auch sein Kollege nicht, weil die Spielerinnen aus dem Juniorteam für das (zeitgleiche) Aufstiegsfinale in der Landesliga gebraucht werden. Unter anderen auch Torfrau Karina Morf, so dass der B-Jugendlichen Johanna Ludwig eine weitere Bewährungsprobe winkt. Ansonsten muss im SG-Lager improvisiert werden.

Was nichts daran ändert, dass für Jörg Schröder der Meister Favorit ist. „Wir wollen das Spiel irgendwie über die Runden bringen“, lautet die bescheidene Zielstellung des HSV-Leiters. Der hatte sich natürlich mit seinem Team viel mehr in der laufenden Saison ausgerechnet. In der kommenden soll Rückkehrerin Andrea Leiding als Meyer-Nachfolgerin diese Scharte auswetzen.(ohm) Foto: Kasiewicz

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