40 Minuten richtig souverän

SG 09 Kirchhof: Spitzenreiter feiert neunten Sieg in Folge

Besorgte die Vorentscheidung: Rica Wäscher, die beim Kirchhofer Sieg in Badenstedt zweimal traf. Foto: Kasiewicz

Badenstedt. Der Tabellenführer gab sich keine Blöße. Und auch sein Trainer freute sich. „Ein solides Spiel“, bescheinigte Markus Berchten seiner Kirchhofer Mannschaft. Und war nach dem 35:31 (19:15)-Erfolg des heimischen Handball-Drittligisten bei der HSG Hannover-Badenstedt doch nicht ganz zufrieden.

Was dem SG-Coach nicht schmeckte, war eine wacklige Anfangs- und eine schludrige Schlussphase seiner Schützlinge. Die wurden - bis zur 15. Minute (11:9) - zunächst einmal überrascht. Von der Aufstellung des Gegners, der wieder auf Annika Hollender und Leonie Steiner zurückgreifen konnte und deshalb Lena Seehausen im rechten Rückraum aufbot. Und von der aggressiven Spielweise der Gastgeberinnen, die im Angriff in jede Lücke gingen und in der Abwehr beide Kirchhofer „Halbe“ in enge Deckung nahmen. Dabei aber auch viele Körner ließen.

Was umso schwerwiegendere Folge hatte, als der Favorit nach und nach zu seinem Spiel fand. Mit der Einwechslung von Julia Diehl, Rica Wäscher und Andrea Redli wurde zunächst einmal die eigene Deckung stabilisiert und damit die erste und zweite Welle angekurbelt. Und im Positionsangriff, im ungewohnten Spiel Vier gegen Vier, die notwendigen spielerischen Lösungen gefunden - und dank der treffsicheren Cristina Mihai und Julia Diehl auch in Tore umgemünzt.

19 bis zur Pause, was dem Spitzenreiter einen 19:15-Vorsprung bescherte, den er nach dem Wechsel stetig ausbaute. So fiel die Vorentscheidung bereits eine Viertelstunde vor Schluss, als Rica Wäscher auf 27:20 erhöhte.

„Souverän“ fand das Trainer Berchten, zumal der Torhunger seiner Mannschaft - besonders von Christin Kühlborn und Kim Mai - noch nicht gestillt war. Bis auf 33:24 (54.) baute sie ihren Vorsprung aus, um danach allerdings die Zügel schleifen zu lassen.

Der SG-Coach wechselte durch, was dem Zusammenspiel seiner Schützlinge angesichts einer mittlerweile völlig offen Deckung des Gegners überhaupt nicht bekam. Dank Kirchhofer technischer Fehler und Fehlpässe konnte der Aufsteiger von 2013 nochmal verkürzen, ohne dass der Sieg des Zweitliga-Absteigers indes in Gefahr geriet.

Eine Ergebniskosmetik, die Markus Berchten natürlich nicht gefiel, die aber der Vorbereitung auf das kommende mit Spannung erwartete Derby gegen Germania Fritzlar (So.) durchaus förderlich sein könnte. Denn Euphorie war beim Sieger trotz des neunten Erfolges in Folge nun nicht mehr angesagt.(ohm)

Kirchhof: Morf, Ludwig (ab 55.); Teichmann, Priolli 2, Redli 1, Nolte, Chr. Kühlborn 4, Mihai 13/8, Diehl 5, Wäscher 2, Maarse 1, Blase 2, Mai 5. SR: Bergner/Specht. Siebenmeter: 8/9:9/12. Zeitstrafen: 4:4-Minuten.

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