Aber Fritzlar-Gegner Leipzig setzte am Wochenende eine deutsche Nationalspielerin ein

60 Minuten bis zum Traum

Will sich nicht aufhalten lassen: Fritzlars Lena Kerwin (rechts) zieht an Salzuflens Maria Jorgensen Rayn vorbei. Foto: Hahn

Fritzlar. Sie können Historisches leisten am Sonntag. Die Drittliga-Handballerinnen vom SV Germania Fritzlar stehen vor dem größten Vereinserfolg. 60 Minuten und die Bundesliga-Reserve HC Leipzig sind am Sonntag ab 17 Uhr (König-Heinrich-Schule) noch zu überwinden.

Die Ausgangslage in dieser verrückten Liga, wo jeder jeden schlagen kann, ist klar: Gewinnt Fritzlar, sind sie Meister. Mit dem Tabellenvierten Leipzig könnte sich die Aufgabe aber kaum kniffliger gestalten. Denn die Reserveteams der Bundesligisten gelten als Wundertüten. Schon im Hinspiel setzte Leipzig fünf Spielerinnen aus dem Erstligakader ein und gewann 23:21 (siehe Artikel unten). Und auch diesmal spielt die Bundesliga-Mannschaft bereits am Samstag...

Demgegenüber kann Fritzlar seine unglaubliche Heimspielserie stellen. Seit 25 Spielen, seit dem 14. März 2014 gewann keine Mannschaft mehr in der Domstadt. Belastung oder Bürde? „Das Thema Meisterschaft scheint meine Mannschaft eher zu beflügeln“, meint Germania-Coach Frank Mai, für den der Titelgewinn der größte Erfolg in seiner Trainerlaufbahn wäre (siehe Artikel unten). Allgemein ist die Stimmung im Team prächtig, die Konzentration liegt hoch vor den letzten 60 Minuten vor eigenem Publikum. Aber Leipzig stellt eine äußerst spielstarke Mannschaft, die über 60 Minuten ein hohes Tempo gehen kann und ähnlich schwer auszurechnen ist wie der Kader aus Fritzlar.

Zudem halfen im vergangenen Spiel Michelle Urbicht und Alexandra Mazzucco aus. Vor allem der letzte Name lässt aufhorchen. Denn Mazzucco spielt sonst für die deutsche Nationalmannschaft auf Rechtsaußen. „Es ist schwer einzuschätzen, wer alles im Leipziger Kader stehen wird“, sagt Mai.

Sachsen als Partycrasher?

Zumal die Sachsen in dieser verrückten Liga trotz Tabellenplatz vier auch noch nicht endgültig gerettet sind. „Wir brauchen noch einen Punkt, um sicher die 3. Liga zu halten. Wir wollen also die Party in Fritzlar crashen“, sagt Co-Trainerin Marie-Christin Schossig.

Von Daniel Schneider

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