3. Liga: SG wieder mit Blase - Hannover-Badenstedt reist mit viel Selbstvertrauen an

Müssen höllisch aufpassen

Kehrt nach überstandener Grippe in den Kirchhofer Kader zurück:: Marieke Blase (links), die hier : Katharine Tyce (MTV Rohrsen) stehen lässt. Foto: Hahn

kirchhof. Es gibt für die SG 09 Kirchhof im vorletzten Heimspiel gegen die HSG Hannover-Badenstedt (Sa. 18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen) einige gewichtige Gründe, noch mal alle Kräfte zu mobilisieren. Zum einen könnte der Tabellenführer der 3. Handball-Liga Ost mit einem Sieg unter gewissen Voraussetzungen (siehe Hintergrund) bereits sein Meisterstück machen, zum andern gilt es, nach der vorausgegangenen, selbst verschuldeten Niederlage bei der HSG Blomberg-Lippe II laut Trainer Berchten „eine Reaktion zu zeigen.“

Der warnt zudem vor den Niedersachsen: „Ein starker Gegner, vor dem wir höllisch aufpassen müssen.“ Der Tabellenneunte ist in der Tat richtig gut drauf. 11:3-Punkte aus den letzten sieben Spielen, darunter Heimsiege gegen Marienberg und Bayreuth, haben das Team nach durchwachsener Hinrunde aus der Abstiegszone katapultiert.

Ein Umschwung, der einen Namen hat: Florian Marotzke, 35-jähriger B-Lizenz-Inhaber, der im Dezember 2014 Trainer Thomas Löw ablöste. „Ihm ist es gelungen, den jugendlichen Überschwang in der Mannschaft zu zügeln“, lobt Markus Berchten die Arbeit seines Kollegen, der zuvor in der Jugendabteilung von Eintracht Hildesheim tätig war. Dazu gesellte sich die Rückkehr der lange verletzten Leonie Neuendorf, Raphaela Steffek und Kathrin Pichlmeier. Weiterhin kann der HSG-Coach nun (per Zweitspielrecht) vermehrt auf Tina Wagenlader zurück greifen.

Eine von vier Spielerinnen, die zum Kader von Bundesligisten Celle zählen. Wie auch Rechtsaußen Saskia Rast. Die Tempogegenstoßspezialistin führt derzeit mit 187/94-Treffern die Torjägerliste vor der Kirchhoferin Cristina Mihai (179/59) an. „Wir sind immer für eine Überraschung gut“, sieht Bernd Schröder, Sportlicher Leiter der HSG, seine Mannschaft beim Spitzenreiter keineswegs chancenlos. Zumal „wir ähnlich gestrickt sind wie Blomberg-Lippe.“

Also darf sich die SG 09 erneut auf eine äußerst offensive Deckung des Gegners mit zwischenzeitlicher Sonderbehandlung für Cristina Mihai gefasst machen. Kann dabei aber wohl wieder auf Marieke Blase zurück greifen, die bei der dritten Saisonniederlage schmerzlich vermisst wurde. Im linken Rückraum und im Mittelblock, wo sie Julia Diehl nie gleichwertig ersetzen konnte.

Bleibt für den Kirchhofer Trainer als „Unbekannte“ noch der Trainingsrückstand der Thüringerin. Und somit ein weiterer Grund für ihre Nebenleute, nochmal richtig Gas zu geben.

Von Ralf Ohm

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