3. Liga: Kirchhof kann mit einem Sieg gegen Osterode den Aufstieg perfekt machen

Nicht ans Feiern denken

Kehrt zurück und warnt ihre Mannschaft: Cristina Mihai, die mit Kirchhof noch einen Sieg zum Aufstieg braucht. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Natürlich ist es eine Wunschkonstellation. Nämlich bereits am vorletzten Spieltag vor heimischem Publikum durch einen Sieg den Wiederaufstieg in die 2. Handball-Bundesliga klarmachen zu können.

Eine Situation, von der viele Kontrahenten der SG 09 Kirchhof träumen, die aber auch Gefahren für den Drittliga-Tabellenführer birgt. „Wir dürfen nicht ans Feiern denken, sondern müssen uns zu 100 Prozent auf das Spiel und den Gegner fokussieren“, warnt Rückraumspielerin Cristina Mihai ihre Mannschaftskameradinnen vor der Partie gegen die HSG Osterode Harz (Sa. 19.30 Uhr Stadtsporthalle Melsungen).

Die Linkshändern, im letzten Spiel gesperrt, kehrt in das Team zurück. Erleichtert darüber, dass ihr Team dem Druck im Derby auch ohne die 38-Jährige standhielt. Eine Art Reifeprüfung, die Rafhaela Priolli, Marieke Blase und Christin Kühlborn mit Auszeichnung bestanden, weil sie gerade in kritischen Situationen die Verantwortung übernahmen, die sonst auf Mihais Schultern lastet. Dazu sprang Rica Wäscher effektvoll für die nervöse Sharelle Maarse in die Bresche.

Auf alle kann Trainer Berchten auch im letzten Heimspiel bauen. Der Schweizer will von seinen Schützlingen „60 Minuten Kampf und Leidenschaft“ sehen, um insbesondere die starken HSG-Angreiferinnen an die Kette zu legen. Die Ex-Kirchhöferin Sabrina Weiß etwa, nach Verletzungsproblemen wieder voll im Training, die Rückraumlinke Sarah Gebbert, die aus dem Ausbildungszentrum des Thüringer HC stammt oder auch Jana Seegers, einst Stammkraft beim Zweitligisten Celle. Dazu gesellt nach überstandener Krankheit Patricia Puskasova, die Markus Berchten einst beim Erstligisten HSG Bad Wildungen unter seinen Fittichen hatte. „Sie dürfen sich nicht in einen Rausch spielen, sonst könnte es für uns gefährlich werden“, appelliert er insbesondere an seine Abwehr.

Dass Osterode nicht zum Feiern in zweiter Reihe anreist, bestätigt Reinhard Fischer. „Wir wollen Kirchhof schon ärgern. Und wenn noch mehr drin ist, dann auch zugreifen“, sagt der 1. Vorsitzende der HSG. Seine Mannschaft ist als Tabellenachter im Soll und kann frei von Abstiegssorgen aufspielen. Außerdem: Unter dem neuen Trainer Jens Wilfers, der eigentlich erst für kommende Saison vorgesehen war, dann aber Ende Januar Roland Friebe (auf dessen Wunsch) ablöste, hat sich die Mannschaft durchaus stabilisiert.

Daher ist für Cristina Mihai das Hinspiel, das die SG klar mit 34:23 gewann, kein Maßstab: „Das wird ein ganz anderes Spiel.“ Eins, das die Gastgeberinnen ans Ziel ihrer Träume bringen könnte. Was sie aber aus ihren Köpfen verbannen müssen, um erfolgreich zu sein. (ohm)

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