3. Liga: Nicht präsent und lethargisch

SVG Fritzlar kassiert ohne Meyfarth und Auel sechste Saisonniederlage

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Durchgetankt: Lena Dietrich erzielte vier Treffer, konnte die Fritzlarer Niederlage aber auch nicht verhindern.

Bad Salzuflen. Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar haben in der 3. Liga Ost ihre sechste Saisonniederlage kassiert. Mit 22:27 (10:15) unterlag das Team von Trainer Frank Mai bei der SG Handball Bad Salzuflen und verlor damit die Tabellenführung an den MTV Altlandsberg.

„Salzuflen hat verdient gewonnen“, erklärte SVG-Coach Mai, „denn wir haben schlecht gespielt, waren lethargisch und nicht präsent.“ Dabei hatte sein Team gut begonnen und durch Tore von Bibiana Huck (2) und Janina Dreyer schnell mit 3:1 geführt (6.). Bis zum 4:3 durch Xenia Ahrend bestimmten die Domstädterinnen das Spiel, dann drehten die Gastgeberinnen durch ihre starke Spielmacherin Kathrin Hill und die Halblinke Nina Jacobkersting die Partie zum 7:4 (16.). Auch eine Auszeit von Mai änderte nichts. Lisa Huch traf prompt zum 8:4. Über 12:7 (23.) zogen die Ostwestfalen bis zur Pause auf 15:10 davon.

Das lag vor allem daran, dass die Germania in der Abwehr die nötige Aggressivität vermissen ließ. Von „Angsthasenhandball“ sprach der SVG-Coach gar: „Wir haben uns nicht getraut, die gegnerischen Spielerinnen anzugehen.“ Derlei Räume nutzten vor allem Salzuflens Hill und Jacobkersting, die zusammen 16 Tore erzielten. Auch das Tempogegenstoßspiel über die schnellen Außen funktionierte heute nicht. Dazu vergaben die Domstädterinnen mehrere gute Torchancen. Zudem erwischte Torhüterin Vanessa Maier nicht ihren besten Tag. Danja Auel war auf Grund von Schulterproblemen gar nicht erst mit nach Salzuflen gereist. Ebenso wie Spielmacherin Esther Meyfarth (krank).

Nach der Pause fand Fritzlar besser ins Spiel. Lena Dietrich (2) und Melina Horn brachten ihr Team beim 14:17 (38.) auf Tuchfühlung. Beim 19:18 durch Huck sowie beim 20:19 (45.) durch die wurfgewaltige Laura Denecke bot sich der Germania die Möglichkeit, die Partie noch zu drehen. Doch das Team von Trainer Mike Bezdicek konterte umgehend durch Hill und Jacobkersting (2) zum 23:19 (52.). In der Schlussphase versuchte es Mai mit einer offenen Deckung. Vergebens, denn SG-Linksaußen Viola Pallas sorgte mit einem Doppelschlag für den 27:22-Endstand. • SVG: Maier, Gürbig; Dietrich 4, Huck 6/6, Fischer 2, Ahrend 1, Puntschuh, Horn 3, Kerwin, Denecke 4, Dreyer 2, Cioca. SR: Hannes/Hannes. Siebenmeter: 5/6:6/6. Zeitstrafen: 8:8 Min.(mgx)

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