3. Liga Ost: Nur Oross fehlt Fritzlar zum Auftakt – Hannover mit neuem Coach

SVG nicht nur vor Rast gewarnt

Szene aus dem Hinspiel: Fritzlars Laura Denecke (re.) zieht ab, Hannovers Marie-Kristin Gerber kann sie nicht daran hindern. Foto: Hahn

Fritzlar. „Das wird auf keinen Fall ein einfaches Spiel“, sagt Viktoria Marquardt, Trainerin des Handball-Drittligisten SV Germania Fritzlar, vor dem Gastspiel ihres Teams bei der HSG Hannover-Badenstedt (Sa. 19 Uhr). Dabei sind die Rollen vor der Partie der Domstädterinnen beim Tabellenelften eigentlich klar verteilt. Doch Marquardt ist sich sicher: „Wir müssen 100 Prozent geben, um zu gewinnen.“

Und das aus guten Grund. Die Niedersachsen haben sich kurz vor Weihnachten von ihrem Trainer Thomas Löw getrennt. Der hatte schon am 18. November seinen Rücktritt angeboten, doch da kein passender Nachfolger bereitstand, betreute der 55-Jährige die HSG bis zum Ende der Hinrunde. Als neuer Übungsleiter steht nun Florian Marotzke an der Seitenlinie, der zuvor als Jugendkoordinator für den Zweitligisten Eintracht Hildesheim tätig war.

Die Marquardt-Sieben erwartet daher eine hochmotivierte Mannschaft. Aus der vor allem die U 20-Nationalspielerin Saskia Rast - mit 109/58 Treffern Zweite der Torschützenliste - sowie U18-Vizeweltmeisterin Kathrin Pichlmeier herausragen. Die Halblinke verpasste das Hinspiel wegen einer Knieverletzung. Damals behielt Fritzlar mit 28:25 die Oberhand, doch hatten Laura Denecke, Esther Meyfarth und Sabine Kirmse im SVG-Mittelblock große Probleme mit Kreisläuferin Marie-Kristin Gerber. Auf einzelne Spielerinnen will Marquardt sich jedoch nicht konzentrieren: „Das wäre falsch, denn Hannover-Badenstedt hat viele junge, kleine und quirlige Spielerinnen, die uns auf allen Positionen Probleme bereiten können“, sagt die 31-Jährige.

Die SVG-Handballerinnen haben bereits am 2. Januar den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Im Rahmen eines Kurztrainingslagers nahm das Team am Neujahrsturnier des West-Drittligisten TSG Eddersheim teil. Dabei musste sich die Marquardt-Sieben Zweitligist Mainz 05 und Gastgeber Eddersheim geschlagen geben, besiegte aber Oberligist HSG Sulzbach/Leidersbach II 25:13. „Die Pause hat uns gut getan“, sagt Marquardt, „die Mannschaft hat wieder Lust auf Handball.“ Mit einem Sieg in Hannover will sich das Team neues Selbstvertrauen holen.

Zum Rückrundenauftakt kann die Germania fast in Bestbesetzung auflaufen. Lediglich Torhüterin Nilla Oross fällt mit einem Bandscheibenvorfall weiterhin aus. (mgx)

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