3.Liga Ost: Lisa-Marie Berz will noch viel erreichen - Fritzlar empfängt Rohrsen

„Noch nicht am Ende“

Im Flugmodus Richtung Tor: Fritzlars Lisa-Marie Berz spielt nicht nur für den Drittligisten, sondern mittlerweile auch für Bad Wildungen in der Bundesliga. Foto: Hahn

Fritzlar. Als „hochtalentiert“ und „sehr trainingsfleißig“ beschreibt Viktoria Marquardt, Trainerin des Handball-Drittligisten SV Germania Fritzlar, Lisa-Marie Berz. Die starken Leistungen der 19-Jährigen, die auf der Mitte und auf Linksaußen zu Hause ist, wurden zuletzt mit einem Zweitspielrecht für den Bundesligisten Bad Wildungen Vipers honoriert.

Gegen den MTV Rohrsen (So. 17 Uhr, KHS-Sporthalle) wird auf die Jüngste im Team der Germania wieder eine besondere Rolle zukommen, denn mit Esther Meyfarth (beruflich verhindert) und Maria Pirvan (Erkältung) drohen die beiden etatmäßigen Spielmacherinnen auszufallen. Auch der Einsatz von Rechtsaußen Bibiana Huck (Grippe) ist fraglich.

„Sie hat Geduld bewiesen und ihre Chancen genutzt“, lobt Marquardt die gebürtige Hersfelderin. Berz selber will noch viel erreichen: „Ich habe dieses Jahr einen Schritt nach vorn gemacht, aber ich muss noch viel lernen. Ich bin noch nicht am Ende.“

Die damalige SVG-Trainerin Susanne Bachmann hatte Berz 2013 vom Oberliga-Absteiger TV Hersfeld in die Domstadt geholt. Heute ist die ehemalige Hessenauswahlspielerin aus dem Team der Germania nicht mehr wegzudenken. „Sie gibt immer 120 Prozent“, sagt Marquardt über die quirlige Spielmacherin, die über eine gute Spielübersicht verfügt und vor allem im Eins-gegen-Eins nur schwer zu stoppen ist.

Besonders von Linksaußen Jessica Kleinmann und Spielmacherin Esther Meyfarth hat die 19-Jährige bei der Germania viel gelernt. „Ich habe in der Jugend immer auf der Mitte gespielt, aber Jessi hat mich zur Seite genommen und mir viele Tipps als Außen gegeben. Auch bei Rückschlägen hat sie mich immer aufgebaut.“

Die Erfahrung, mit Bad Wildungen auf Bundesliga-Niveau zu spielen und zu trainieren, will Berz auf jeden Fall nutzen. Druck verspürt das Talent dabei nicht. „Die Vipers haben mit Miranda Schmidt-Robben und Johanna Stockschläder zwei super Linksaußen, von denen ich viel lernen kann.“ Montags und Mittwochs ist Training in Bad Wildungen angesagt, am Dienstag, Donnerstag und Freitag trainiert Berz mit den Domstädterinnen. „Viel Zeit für Freizeit bleibt da nicht“, sagt die 19-Jährige, die in Malsfeld lebt und eine Ausbildung zur Bauzeichnerin absolviert.

Mit Rohrsen erwartet die SVG-Handballerin eine unangenehme Mannschaft. „Sie stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen um jeden Punkt kämpfen“, sagt Berz. Vor allem die Halbrechte Manuela Schostag - mit 122/30 Treffern dritte der Torschützenliste - zählt neben Neuzugang Nevena Ursulic am Kreis zu den Leistungsträgerinnen der Niedersachsen.

Von Marcel Glaser

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