3. Liga: Fritzlar beim punktlosen Aufsteiger Favorit – Kann sich SVG-Angriff frei spielen?

Pflichtaufgabe vor Spitzenspiel

Im Angriff noch mit reichlich Reserven: SVG-Rückraumspielerin Vilte Duknauskaite (am Ball). Foto: Hahn/nh

Fritzlar. Nein, zufrieden ist Viktoria Marquardt mit dem Saisonstart des SV Germania Fritzlar nicht. „6:0-Punkte aus den ersten drei Spielen war unser Ziel“, sagt die Trainerin des heimischen Handball-Drittligisten nach den erreichten 4:2-Zählern. Daraus sollen am Wochenende unbedingt 6:2 werden, wenn die Domstädterinnen beim noch punktlosen TuS Kriftel (So. 17 Uhr Schwarzbachhalle) gastieren.

„Es muss unser Anspruch sein, dort zu gewinnen“, sagt Marquardt auch in Hinblick auf das danach folgende schwere Auswärtsspiel bei der HSG Kleenheim, einem der Mitfavoriten auf die Meisterschaft. Eine Pflichtaufgabe, die dann knifflig werden könnte, wenn Meyfarth, Horn und Co. beim Aufsteiger einen Gang zurück schalten. Denn: „Die geben nie auf und sind schwer ausrechenbar“ (Marquardt).

Was ihr Trainerkollege bestätigt. „Im Vorbeigehen wird uns Fritzlar nicht besiegen“, kündigt Christian Albat einen hoch motivierten Gastgeber an. Der zudem erstmals in dieser Saison auf Helena Nitzke und Jacqueline von Moltke zurückgreifen kann, die den zuletzt etwas drucklosen Rückraum verstärken sollen. „Uns fehlen die leichten Tore aus der zweiten Reihe“, weiß der B-Lizenz-Inhaber um das wohl größte Manko seiner Mannschaft. Trotz einer Cathrin Groetzki (Schwester von Nationalspieler Patrick Groetzki), die nach einem Jahr beim Erstligisten Bensheim-Auerbach nach Südhessen zurück kehrte. „Star“ der Mannschaft ist Rechtsaußen Simona Laurito, die vom Drittligisten TV Brombach kam und zuvor als Profi in Italien spielte.

Der TuS-Coach, in der letzten Saison nach fünf Spieltagen vom Co- zum Cheftrainer befördert und prompt mit der Mannschaft aufgestiegen, setzt auf eine offensive 6:0-Deckung und schnelles Umschaltspiel, um über die erste und zweite Welle zum Erfolg zu kommen. Auch weil es im Positionsangriff (noch) hakt. Dabei kann der 26-Jährige munter durch wechseln, steht ihm doch ein Kader mit 18 Spielerinnen zur Verfügung.

Seine Kollegin kann sich zumindest im Rückraum nicht über Alternativen beklagen. Trotzdem hat sich der SVG-Angriff in dieser Saison noch nicht so recht freigespielt. „Wir müssen einfach mehr Mut zum Abschluss zeigen und dürfen dabei auch Fehler machen“, fordert Viktoria Marquardt von ihren Spielerinnen. Auch wenn sie weiß, dass die „Neuen“ wie Maria Kiwa, Vilte Duknauskaite oder Franziska Chmurski noch etwas Zeit brauchen, um sich an Mannschaft und Liga zu gewöhnen.

Darauf nimmt der Spielplan indes keine Rücksicht. Genau deshalb wäre die SVG-Trainerin mit ihrer Mannschaft „gern schon weiter als sie ist“. In der Hoffnung, dass die Reise nach Südhessen nicht nur zwei Punkte sondern auch eine deutliche Verbesserung des eigenen Offensivspiels bringt.

Von Ralf Ohm

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