Handball 3. Liga Frauen

Plesse fehlt die Cleverness gegen Markranstädt

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Hier geht es nicht weiter: Plesses Alena Breiding wird von den Markranstädterinnen Lena Smolk (rechts) und Julia Pöschel gestoppt. Die Burgfrauen verloren am Samstag auch ihr viertes Spiel der Saison.

Bovenden. Keine Revanche und keine Punkte! Nach dem Pokal-Aus zogen die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg am Samstag in Bovenden auch in der Liga gegen den SC Markranstädt mit 20:28 (8:12) den Kürzeren.

Tim Becker hatte wieder eine ärgerliche Niederlage gesehen, „die so und in dieser Höhe nicht nötig war.“ Erneut zogen sich viele Fehler und falsche Entscheidungen durch das Spiel seiner Truppe. Dennoch sei nicht alles schlecht gewesen, so Plesses Coach. „In einigen Phasen haben wir gezeigt, dass wir mithalten können. Aber es fehlt an Konstanz. Und ich habe auch Positives gesehen.“ Kleine Schritte, denen viele größere folgen müssten. Dazu zählten eine aggressive Abwehr, funktionierende Übergänge, eine treffsichere Jana Kurzbuch und das ansehnliche Kreisspiel über Isabel Marienfeld.

Ihr gelangen auch die ersten drei Treffer ihres Team, welches aber nach dem 3:3 (8.) über 3:6 nach 15 Minuten mit 4:9 ins Hintertreffen geriet. Eine Auszeit der HSG zeigte kurzzeitig Wirkung. Drei Buden in Folge ließen Hoffnung aufkommen. Die erstickte die Heimsieben mit ihren Fehlern aber immer wieder selbst. Markranstädt nutzte diese mit exzellentem Tempospiel gnadenlos aus und hielt den Gegner auf Distanz. Die wuchs nach dem Seitenwechsel von 14:11 auf 20:12 (42.) an. Die Frage nach dem Sieger war frühzeitig beantwortet.

Die größte Baustelle des Aufsteigers, dem kämpferisch nichts vorzuwerfen ist, bleibt der Angriff. Aus der zweiten Reihe kommt zu wenig Druck. Die Außen werden selten aussichtsreich frei gespielt. Nicht zu vergessen das fehlende Tempospiel. Leichte Tore über die erste oder zweite Welle sind derzeit Mangelware. Zwei weitere Punkte waren gegen Markranstädt auffällig. Der SCM war in vielen Szenen schlichtweg cleverer. Man wartet nicht auf den Pfiff der Unparteiischen, sondern spielt weiter, schnappt sich den Ball, wenn dieser vor dem Freiwurf noch einmal niedergelegt wird und lässt sich festmachen, statt Risikopässe zu spielen! Und während die Sächsinnen aus jedem Lapsus des Gegners rigoros Kapital schlugen, schenkte Plesse den gerade mühsam gewonnenen Ball viel zu häufig umgehend wieder her.

HSG: Menn, Röhrs - Hemke, Henne 1, Breiding 2, Hille 1, Schob, Strahlke 2, Kurzbuch 4, Kunze, Rombach 4/3, Al Najem 1, Marienfeld 5. (zys)

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