SVG-Neuzugänge Kerwin und Giese mit „Silber“ dekoriert

Rasches Wiedersehen

In Portugal mit- und in Fritzlar gegeneinander: Die Vize-Polizei-Hochschul-Europameisterinnen (v.l.) Lena Kerwin (SVG) , Katharina Wagner (Mainz) und Laura Giese (SVG), die sich im direkten Duell nichts schenkten, danach aber wieder Freundinnen waren. Foto: Hahn

Fritzlar. Keine Frage, für die beiden Fritzlarer Neuzugänge war die Partie des heimischen Handball-Drittligisten gegen den Zweitligisten 1. FSV Mainz im Rahmen des Domstadt-Cups eine besondere. Erst vor einer Woche hatten Laura Giese und Lena Kerwin zusammen mit FSV-Kreisläuferin Katharina Wagner für die HfPV Wiesbaden bei der Polizei-Hochschul-Europameisterschaft im portugiesischen Braga die Silbermedaille gewonnen - nun standen sie sich als Kontrahentinnen gegenüber.

Und nahmen auf ihre ruhmreiche und gemeinsame Vorgeschichte keine Rücksicht. Während Wagner zu den Aktivposten der Mainzerinnen zählte, spielte Fritzlar mit Kerwin und Giese frech auf und brachte den klassenhöheren Titelverteidiger an den Rand einer Niederlage. „Nach dem Spiel sind wir aber wieder Freunde“, versichert Giese.

Mit Wiesbaden mussten sich die drei Handballerinnen in Portugal erst im Finale dem starken polnischen Vertreter von der Universität Vincent Pol in Lublin mit 22:34 (10:17) geschlagen geben. Was ob der Tatsache, dass die Polinnen mit den aktuellen Nationalspielerinnen Joanna Drabik, Marta Gega und Agnieszka Kocela angetreten waren, durchaus zu verschmerzen war. Und den eigenen Erfolg nicht schmälern konnte.

Mit der Germania wollen die beiden ehemaligen Zwehrenerinnen in der kommenden Saison im oberen Tabellendrittel mitspielen. Während die im Blomberger Handballinternat ausgebildete Kerwin sogar schon in der 2. Liga Spielpraxis sammelte, ist die 3. Liga für Giese noch Neuland, indem es sich zu beweisen gilt. Vor allem das Spiel mit Harz bereitet der 22-Jährigen, die bisher in der Landes- und Oberliga gespielt hat, noch Probleme.

Die Stärke der beiden Außen liegt vor allem in ihrer Qualität als Gegenstoßspezialistinnen, womit sie perfekt in das Konzept des neuen Fritzlarer Trainers Frank Mai passen. Der 50-Jährige ist von seinen beiden Neuzugängen jedenfalls überzeugt: „Lena Kerwin hat großes Potential und Handballverstand”, erklärt Mai. Und: „Auch Laura Giese ist talentiert, muss aber körperlich noch zulegen.“

In der Stammsieben der Domstädterinnen haben daher zunächst noch Bibiana Huck und die aus Böddiger gekommene Lena Dietrich die Nase vorn. Was darüber hinaus daran liegt, dass die beiden Außen auf Grund ihrer Ausbildung bei der Polizei in Kassel bisher nur unregelmäßig trainieren konnten. Auch die Polizei-Hochschul-Europameisterschaft hat ihnen einige Einheiten mit ihrem neuen Team gekostet, dafür aber, so Kerwin, „ein einmaliges Erlebnis beschert.“

Von Marcel Glaser

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